Gespeichert von reichmann am Do, 11.12.2008 - 13:28:44

Wien (OTS) - Steigende Heizkosten machen sich in immer mehr Haushalten unangenehm bemerkbar. Rund 313.000 Menschen in Österreich können es sich nicht mehr leisten, ihre Wohnungen oder Häuser dauerhaft warm zu halten. Die Auswirkungen sind weitreichend: Kinder müssen stundenlang in der ungeheizten Wohnung auf die alleinverdienende Mutter warten. Alte Menschen schleppen trotz chronischer Schmerzen Kohlensäcke, andere sammeln Brennholz im Wald, um sich ein wenig Wärme leisten zu können.

Im Winter 2007/08 wurde das Projekt "Wärme für Alle" vom Verband proPellets Austria und der Volkshilfe Österreich durchgeführt. Eine aktuelle Studie hat nun den Einsatz von Pelletkaminöfen bei sechs Familien untersucht, deren Heizprobleme repräsentativ für einkommensschwache Haushalte sind. Diesen Familien stellte die Firma RIKA gratis einen Pelletkaminofen zur Verfügung. "Die Studie hat ergeben, dass diese moderne Ofengeneration eine geeignete Alternative ist, um die Lebensqualität armer Familien dauerhaft zu steigern und die finanzielle Belastung sofort zu senken.", so Sozialwissenschafterin und Studienautorin Sylvia Grossgasteiger.

Schlechte Heizsituation führt zu Krankheiten und psychischer Belastung

Frau A. aus Hallein wurde durch Scheidung zur Alleinerzieherin ihrer drei schulpflichtigen Kinder und hatte zuwenig Geld zur Verfügung, um die Wohnung dauerhaft warm zu halten. Vor dem Einbau des Pelletkaminofens mussten die Kinder, dick angezogen, in der kalten Wohnung ausharren. Für Frau A. eine psychisch schwer erträgliche Situation "Ich war in der Arbeit und musste mir ständig denken 'die armen Kinder'. Die haben mir am meisten Leid getan."

Eine andere Mutter lebte in der permanenten Angst, dass ein Unglück mit dem alten Gasofen passiert und erlaubte es den Kindern daher nicht, selbst einzuheizen. Körperliche und psychische Belastungen gehen bei Familien, die von "Energiearmut" betroffen sind meist Hand in Hand. So heizten Herr und Frau B. aus Graz mit Holz und Kohle. Herr B. leidet an einem Bandscheibenvorfall und hat chronisches Asthma. Deshalb bereitete ihm das Kohleschleppen und Holzhacken große Probleme. Die ungesunde Heizungsluft löste immer wieder Asthmaanfälle aus, so dass die Heizperioden nicht nur aus Geldmangel kurz gehalten werden mussten. Bei anderen Familien wiederum führte die schlechte Heizung zu massiver Schimmelbildung.

Mit Pelletkaminofen dem Teufelskreis der Armut entgehen

Alte Heizungen verschwenden Energie, belasten die Luft und führen zu hohen Folgekosten. Die Studie zeigt auf, dass der Einbau eines modernen Pelletkaminofens rasch und nachhaltig zu einer Verbesserung der Heizsituation führt. Die Öfen sind in der Anschaffung zwar kostspieliger als herkömmliche Öfen für feste Brennstoffe, dafür aber im Betrieb sehr günstig und haben einen weit höheren Wirkungsgrad als alte Heizungen.

Da Pelletkaminöfen automatisch funktionieren, können auch Kinder ungefährdet damit umgehen. Positiv wirkt sich auch die Thermostatregelung aus - damit wird garantiert, dass die Wohnung konstant auf Wohlfühltemperatur gehalten wird und die Wände nicht auskühlen. Die untersuchten Familien stimmten darin überein, dass sich durch den Einbau der neuen Heizung ihre Lebensqualität erheblich verbessert hat. Schimmel bildete sich zurück, die Raumluft verbesserte sich merkbar, die Ängste um das Wohlergehen der Kinder verschwanden und belastende Tätigkeiten wie Holzsammeln oder ständiges Ascheauskehren fielen weg. Und alle Familien konnten sich im kalten Winter durchgehend eine warme Wohnung leisten!

Studie zum Download verfügbar unter http://www.propellets.at/cms/cms.php?pageName=332