Gespeichert von LittleBuddha am Sa, 31.05.2008 - 10:00:54

Max FriedrichIn jüngster Zeit mehren sich zahlreiche Stimmen gegen Medienpsychiater und Stargutachter Prof. Max Friedrich, der seines Zeichens die Leitung an der Universitätsklinik für Psychiatrie des Kindes- und Jugendalters inne hält. Zahlreiche Gegengutachten haben dazu geführt, dass Berufskollegen aus dem benachbarten Deutschland die Expertisen des Gerichtssachverständigen in der Luft zerrissen haben. Somit mussten mehrere Strafverfahren wegen sexuellen Missbrauch neu verhandelt werden.

In Trennungssituationen haben es dem ambitionierten Seelentüftler besonders die Kindesväter angetan. Meist im Raum, liegt der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs, angezeigt durch die verbleibenden Alleinerzieherinnen, die sich vertrauensvoll an eine der über 100 Kinderschutz Vereine von Friedrich wenden.

Sascha Thaler (47) ist einer dieser Väter, kämpferisch wirft er sich bereits seit über 8 Jahren in die Schlacht, um seine heute 16 jährige Tochter Chantal vielleicht doch noch einmal in seine Arme schließen zu können. Als Linienpilot von Air France verdient Thaler über Euro 14.000,- netto pro Monat, lässt halbjährlich zahlreiche Psycho-Tests über sich ergehen und fristet seine Freizeit wie so viele andere Familienväter auch, mit den beiden Kindern Nicolette und Pascal aus zweiter Ehe. Der gebürtige Wiener, zwischenzeitlich in Toulous glücklich verheiratet und einst geschätzte Manpower bei Österreichs Fluglinie AUA, darf laut Gerichtsbeschluss sein Kind aus erster Ehe nicht einmal eine Sekunde sehen, geschweige denn Brief- oder Telefonkontakt haben.

In einem Gutachten der Psychologin Eva Mückstein (vor Bekanntwerden von Missbrauchsvorwürfen) heißt es ua. »Der KV zeigt ein ambivalentes Verhalten [ … ] wirkt im Spiel mit dem Kind unkonzentriert [ … ] der Szeno Test skizziert keine Interaktion zwischen KV und Tochter [ … ] die Tochter zeigt hingegen ein klares Beziehungsverhalten zur KM«

Auf Anraten sucht die Mutter eine Psychologin auf, will die Anzeichen von sexuellem Missbrauch, die sich laut Gutachterin aus mehrerlei Testverfahren ergeben, genau verifiziert wissen. Selbst, so gibt die Mutter später bei Gericht an, habe sie bereits seit Jahren den Verdacht, dass sich ihr Ex-Mann an ihrer Tochter vergeht.

Ein Urlaubsvideo aus dem Jahre 1999 spricht allerdings eine ganz andere Wahrheit. Die Bilder zeigen die herzliche Beziehung eines liebevollen Vaters zu seiner damals 7 jährigen Tochter, als die Welt noch heil war. Das Bekanntwerden eines Verhältnisses seiner Ex-Frau zu einem wesentlich jüngeren Mann sollte zum Millenium vieles verändern.

Schon bald kommt es zu gerichtlichen Voruntersuchungen und einem verheerenden Gutachten durch Prof. Max Friedrich, der im Rahmen seines Gutachterauftrags die kontradiktorische Einvernahme von Thalers Tochter durchführen sollte. Wie zu oft werden dem Kind zahlreiche Suggestivfragen gestellt. Zärtliche Momente, wie beispielsweise beim Kuscheln auf der Couch, als sexuelle Übergriffe ausgelegt.

Plötzlich sieht sich Sascha Thaler in einer Irrfahrt, ist Nahe daran seinen Job zu verlieren. Im Gespräch mit Xlarge schildert der 47-jährige seine prekäre Situation »Als Linienpilot hat man die Verantwortung für hunderte Menschenleben, darunter immer wieder zahlreiche Kinder. Würde ich mir einmal einen Fehler erlauben, könnte ich meinen Job auf den Nagel hängen. Auf einmal berichtet ein wild fremder Mensch du hättest deine Tochter missbraucht – da wurde mir schwarz vor Augen. Dem nicht genug wirst du zum Jugendamt bestellt. Meine Tochter sollte ich nie wieder sehen, gleichzeitig bekam ich die Vorschreibung der Alimentezahlung. Jetzt war alles aus. Das meine Frau mich betrogen hat ist ja eine Sache, das ich deshalb auch noch mein Fleisch und Blut verliere, eine andere. Das letztere wollte ich ganz und gar nicht hinnehmen«

Nach zahlreichen Erhebungen stellt die Staatsanwaltschaft Wien das Verfahren wegen des Verdachtes von Sexuellen Missbrauch ein »Zu einer Anklage ist es nie gekommen. Das Gutachten von diesem Herrn Professor hängt mir aber bis heute nach. Mein Kind kann ich nicht sehen und wenn ich die Alimente nicht bezahlte, würde ich womöglich als Auslandsösterreicher sogar in Frankreich gepfändet«

Haben Kinder erst einmal das 14. Lebensjahr erreicht, sind jegliche Anträge des nicht obsorgeberechtigten Elternteils überflüssig, denn sie werden vom Pflegschaftsgericht nicht mehr bearbeitet. Ein Blick ins österreichische Kindschaftsrechtsänderungsgesetz bestätigt die Annahme. Wer das 14. Lebensjahr vollendet, kann selbst Anträge im Außerstreitverfahren bei Gericht stellen und muss in Pflegschaftsverfahren gehört werden.

Ein Kind das seit Jahren von der väterlichen Seite mit Behördenhilfe abgeschottet wird, dürfte wohl kaum zum Vater tendieren. Jede gerichtliche Befragung wird also mit einer klaren Fürsprache des Kindes zur Mutter enden. Naturgemäß dürfte jedes Pflegschaftsgericht darüber hinaus den Empfehlungen der zuständigen Jugendamt Sachbearbeiterin folgen.

Im Fall von Sascha Thaler treffen die Befürchtungen vollumfänglich zu. Von der Mutter und dem Jugendamt manipuliert, will die Tochter ihren Vater heute nicht mehr sehen. Der 47-jährige Pilot hofft dennoch auf ein Happy End und vertraut dem anhängigen Verfahren am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg.