Submitted by reichmann on Mo, 02.06.2014 - 15:12:07

Bilderberger Treffen 20014 - Hotel Marriot KopenhagenDie diesjährige Tagung der Bilderberger könnte sich auf Jean-Claude Juncker als neuen Präsidenten der EU einigen. Die Finanz- und Wirtschaftselite will eine Große Koalition in Brüssel installieren, um die wichtigste Frage der Gegenwart zu lösen: Wie kann in einer neuerlichen Finanzkrise verhindert werden, dass das weltweite Rentensystem zusammenbricht? Für Deutschland sondiert der Staatssekretär im Arbeitsministerium, Jörg Asmussen, die Lage.

Die diesjährige Tagung der Bilderberger in Kopenhagen behandelt drei wichtige Themen: Wie kann verhindert werden, dass die EU auseinanderfliegt? Was geschieht mit den Rentnern, wenn es zu einem Finanz-Crash kommt? Und wie kann sichergestellt werden, dass sich die Bürger nicht im Internet zusammenrotten?

Im vorigen Jahr wurde EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso unterwiesen, wie er die zentrifugalen Kräfte in der EU so kanalisieren kann, dass die EZB mit viel billigem Geld die Lage stabilisieren kann (Bericht von der Konferenz 2013 – hier).

Dieses Jahr ist von der Kommission nur Vizepräsidentin Viviane Reding bei der Konferenz. Reding gilt als eine verlässliche Globalistin. So möchte sie das Vetorecht in der EU abschaffen (mehr hier), um die Macht der Nationalstaaten zu brechen.

In diesem Jahr fällt auf, dass David Cameron nicht mehr geladen ist. Statt dessen sind der Labour-Schattenminister Ed Balls anwesend, der auf der Teilnehmerliste interessanterweise als „Schatten-Finanzminister“ geführt wird. Vor den Tories ist die Staatssekretärin für Internationale Entwicklung, Justine Greening, bei der Konferenz: Sie gilt als eine der „saubersten“ Abgeordneten in Großbritannien.

Aus Frankreich ist überhaupt keine relevanter Politiker an Bord. Statt dessen vertritt das französische EZB-Mitglied Benoit Coeuré die Positionen seines Landes.

Diese Zusammensetzung lässt mehrere Rückschlüsse zu: Die Eliten aus Politik und Wirtschaft haben die herrschende politische Klasse in Frankreich komplett abgeschrieben.

Auch mit Italien rechnet keiner mehr: Aus Rom fehlen hochrangige Politiker. Stattdessen hat Mario Monti quasi die Rolle des Berichterstatters für Italien. Berufsbezeichnung im Programm: „Senator auf Lebenszeit“, wie es sich für einen echten Bilderberger gehört.

In Großbritannien wird der Machtwechsel erwartet: Die Bilderberger setzen auf Labour und die Reformkräfte bei den Konservativen in Großbritannien. Während Frankreich offenbar nur noch über die Geldpolitik der EZB und damit auf Kosten der deutschen Sparer gerettet werden kann, erwarten die Eliten, dass der Aufstieg von Nigel Farage und der Ukip in Großbritannien Labour zurück an die Macht spülen wird. Balls ist ein Typ, der Tony Blair nicht unähnlich ist: Alles andere als ein Klassenkämpfer, gilt der Harvard-Mann als ein moderner Finanz-Kapitalist.

Die Besetzung aus Großbritannien zeigt, dass man bei den Bilderbergern versuchen wird, die Front gegen die Anti-EU-Parteien in Form einer Großen Koalition in Brüssel zu errichten. Dafür dürfte auch sprechen, dass Springer-Boss Mathias Döpfner zu Beginn der Konferenz in einem namentlich gezeichneten Editorial in der Bild-Zeitung die Bestellung von Jean-Claude Juncker als Kommissionspräsident gefordert hatte. Angela Merkel, die noch drei Tage zuvor erbost gewesen war, dass die Parteien den rechtlich nicht existierenden „Spitzenkandidaten“ zum Willen des Volkes erhoben hatten, musste in einem grandiosen Umfaller öffentlich erklären, dass sie auch für Juncker sei – zeitgleich mit der Bild-Zeitung.

Juncker wird von den Finanzeliten gewünscht, weil er der perfekte Kandidat ist, um außerparlamentarische Interessen in die Entscheidungen in der EU zu erwirken: Er hat den Finanzplatz Luxemburg zu einer erstklassigen Steueroase gemacht und flog erst aus dem Job, als seine Machenschaften sogar den phlegmatischen Mandataren aus Luxemburg zu viel wurden. In der EU – besonders in den Niederlanden – gilt Juncker als extrem problematisch, und zwar wegen seines Lebenswandels. Sein Nachfolger als Euro-Gruppenführer, Jereon Dijsselbloem, nannte Juncker einen Trinker, was der Kandidat dementierte. Für die Finanz-Eliten ist ein solcher gesellschaftlicher Makel die perfekte Qualifikation: Juncker ist der ideale Kandidat, um den Status Quo zu sichern.

Sicherheit spielt für die Finanzeliten eine besondere Rolle. Unter der gestrengen Aufsicht von Deutschlands mächtigstem Finanzmann, dem Allianz-Chef Paul Achleitner, beraten die Manager aus Politik und Wirtschaft nämlich das drängendste Problem der aktuellen Politik: Die Frage, was mit den Renten geschieht, sollte das internationale Schneeball-System des künstlichen Geldes schneller zusammenbrechen als die Millionen Rentner das Zeitliche segnen. Der Tagesordnungspunkt 2, um den das ganze Bilderberger-Treffen kreist, lautet ziemlich schmucklos: „Wer wird für die demografische Entwicklung bezahlen?“ Denn den Managern ist eines klar: Sie haben der Öffentlichkeit zwar vor der EU-Wahl zahllose Märchen erzählt, doch tatsächlich haben sie eine eindeutige Antwort auf die Frage Nummer 1 der Tagesordnung: „Ist die wirtschaftliche Erholung nachhaltig?“

Die Antwort, die sich die Bilderberger hinter verschlossenen Türen geben werden, lautet: Es gibt keine Erholung. Es muss eine Bereinigung geben. Alle Anwesenden wissen, dass das Kernproblem der Weltwirtschaft nur mit Zwangsmaßnamen zu lösen ist.

In einer Demokratie ist ein solcher Prozess ohne Verluste für die Eliten kaum möglich. Daher scheuen die Bilderberger das Licht der Öffentlichkeit: Repräsentation, Recht und Gesetz, Gerechtigkeit, sozialer Ausgleich, Transparenz und Kontrolle – das sind ihre Werte nicht. In Kopenhagen wurden etliche Personen verhaftet, weil sie dem Marriott-Hotel der Bilderberger zu nahe und daher in Konflikt mit der Polizei gekommen waren.

Im Hinblick auf mögliche gravierende wirtschaftliche Verwerfungen beschäftigten sich die Eliten natürlich auch mit den Verlierern. Sie sind im Tagesordnungspunkt 6 beschrieben: „Die Zukunft der Demokratie und die Falle, in der die Mittelschicht steckt“.

Für die Mittelschicht oder gar den unabhängigen, institutionenkritischen Mittelstand werden die Eliten keine Lösung haben. Nicht weil sie ihnen keine Lösung anbieten wollten, sondern weil sie nicht können. Die Sorge der Eliten gilt den Rentnern. Die Ozeane aus billigem Kredit könnten auch über den Rentnern zusammenschlagen: Schon heute werden die Rentner wegen der niedrigen Zinsen enteignet. Als nächster droht der Zusammenbruch des Marktes für Lebensversicherungen (hier). Und wer in Aktien investiert hat, der wird mit Besorgnis die jüngste Crash-Warnung von Mario Draghi vernommen haben (mehr dazu hier).

Das Problem aller Regierungen: Die Rentner sind die wichtigste Wählergruppe. Mit ihnen will sich keine Regierung anlegen, weil sie sonst hinweggefegt wird. Die EU ist im besonderen aufgescheucht durch die Wahlerfolge der EU-Gegner. Die etablierten Parteien glauben, dass der Zustrom der Rentner Parteien wie den Front National oder die Ukip stark gemacht haben und wollen daher alle Maßnahmen ergreifen, um in ihrer wichtigsten Zielgruppe keine Unruhe aufkommen zu lassen. Daher gilt ihr besonderes Augenmerk den Rentnern – obwohl sich die Eliten in der Wahlanalyse irren: In Frankreich waren es die Jungen, die überproportional für Le Pen gestimmt haben (mehr dazu hier).

Für die Banken – von denen bei den Bilderbergern vor allem Goldman Sachs und die HSBC prominent vertreten waren – ist die Überalterung dagegen ein reales Problem: Sie müssen immer mehr Geld liefern, weil die Baby Boomer die Auszahlungen aus ihren Pensionsfonds verlangen. In Großbritannien wird daher schon experimentiert, wie man die Rentner in die Obhut der internationalen Vermögensverwalter überführen könnte. Blackrock hat bereits begonnen, an dem 25 Milliarden Dollar-Kuchen zu knabbern (mehr im Detail dazu hier). Es ist gut denkbar, dass die Finanzeliten darüber nachdenken, wie man die Versorgung der Rentner an das globale Kasino delegieren kann. Eine Art globaler „Riester“ wäre ein Bombengeschäft für die Branche und könnte die Staaten entlasten. Vor allem wären die Staaten von ihrer Fürsorgepflicht entbunden, wenn es kracht.

Ein sicheres Indiz für die Tatsache, dass irgendetwas in diese Richtung im Busch sein muss, ist die Anwesenheit von Jörg Asmussen in Kopenhagen. Der ehemalige Schäuble-Adlatus und Verfechter von gefährlichen Papieren (ABS) ist nach einer weiteren Ausbildungsphase bei der EZB heute Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium (mehr über sein Profil – hier). Selbst Kollegen aus der Regierung wissen nicht genau, was Asmussen eigentlich macht: „Gelegentlich sieht man ihn auf der Regierungsbank, aber mehr wissen wir auch nicht“, sagte ein Regierungsmitglied den Deutschen Wirtschafts Nachrichten. Doch niemand glaubt, dass Asmussen nur die Statistiken für Andrea Nahles aufbereitet.

Wie schon im Vorjahr, so herrscht auch in diesem Jahr eine unverkennbare Angst vor dem Crash. Dazu passend ist auch die Anwesenheit von Geheimdienstleuten und Militärs: Der ehemalige NSA-Chef Keith Alexander, Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen und vor allem der oberste Nato-General Philip Breedlove sollen zu den Tagesordnungspunkten 2 und 3 Auskunft geben: „Existiert eine Privatsphäre?“ und „Was sind die Besonderheiten an der Weitergabe von Geheimdiensterkenntnissen?“ zeigen unverhohlen, dass niemand die Absicht hat, die Überwachung der Bürger aufzugeben – im Gegenteil: Der BND wird dem Steuerzahler weitere 300 Millionen Euro abnehmen, um den Souverän noch effizienter belauschen zu können (hier).

Die Finanzeliten fürchten nichts mehr als die Zusammenrottung der Bürger im Internet. Anders als bei den klassischen Medien, die, wie die „Anstalt“ enthüllte, perfekt in die Netzwerke der Systemerhalter eingebunden sind (Video am Ende des Artikels), ist das Internet Neuland für die Eliten. Um hier keine toten Winkel für die Leistungsträger entstehen zu lassen, sind Google-Mann Eric Schmidt und LinkedIn-Gründer Reid Hoffman mit am Tisch.

Die Bilderberger sind keine geheime Weltregierung. Sie sind ein informeller Think Tank, bei dessen Zusammenkünften die Eliten aus Politik und Wirtschaft überlegen, wie sie die feudale Gesellschaftsstruktur der spätkapitalistischen Epoche in die nächste, noch unbekannte Phase der Geschichte hieven können. In Kopenhagen wird nichts entscheiden. Formal ist das Treffen locker: So wurden mehrere Mitglieder der Konferenz angeblich gesehen, wie sie sich mit weißen Bademänteln zum Foto-Shooting trafen.

Sauna-Freundschaften gelten gemeinhin als besonders belastbar.

Schweiß verbindet, Blut und Tränen werden andere liefern.

Bilderberger: Programm und vollständige offizielle Liste der Teilnehmer

Die Bilderberger treffen sich in Kopenhagen. Die Liste der Teilnehmer zeigt: Aus Deutschland ist als höchstrangiger Politiker Norbert Röttgen vertreten. Allerdings gibt die Organisation nicht alle Mitglieder bekannt. Wir dokumentieren die offizielle Liste und das Programm des zur Zeit stattfindenden Jahrestreffens.

 

Bilderberg-Treffen vom 30. Mai bis 1. Juni 2014, im Hotell Mariot in Kopenhagen

vollständige Teilnehmerliste:

Chairman

FRA Castries, Henri de Chairman and CEO, AXA Group

FRA Castries, Henri de Chairman and CEO AXA Group
DEU  Achleitner, Paul M. Chairman of the Supervisory Board, Deutsche Bank AG
DEU Ackermann, Josef Former CEO, Deutsche Bank AG
GBR Agius, Marcus Non-Executive Chairman, PA Consulting Group
FIN Alahuhta, Matti Member of the Board, KONE; Chairman, Aalto University Foundation
GBR Alexander, Helen Chairman, UBM plc
USA Alexander, Keith B. Former Commander, U.S. Cyber Command; Former Director, National Security Agency
USA Altman, Roger C. Executive Chairman, Evercore
FIN Apunen, Matti Director, Finnish Business and Policy Forum EVA
DEU Asmussen, Jörg State Secretary of Labour and Social Affairs
HUN Bajnai, Gordon Former Prime Minister; Party Leader, Together 2014
GBR Balls, Edward M. Shadow Chancellor of the Exchequer
PRT Balsemão, Francisco Pinto Chairman, Impresa SGPS
FRA Baroin, François Member of Parliament (UMP); Mayor of Troyes
FRA Baverez, Nicolas Partner, Gibson, Dunn & Crutcher LLP
USA Berggruen, Nicolas Chairman, Berggruen Institute on Governance
ITA Bernabè, Franco Chairman, FB Group SRL
DNK Besenbacher, Flemming Chairman, The Carlsberg Group
NLD Beurden, Ben van CEO, Royal Dutch Shell plc
SWE Bildt, Carl Minister for Foreign Affairs
NOR Brandtzæg, Svein Richard President and CEO, Norsk Hydro ASA
INT Breedlove, Philip M. Supreme Allied Commander Europe
AUT Bronner, Oscar Publisher, Der STANDARD Verlagsgesellschaft m.b.H.
SWE Buskhe, Håkan President and CEO, Saab AB
TUR Çandar, Cengiz Senior Columnist, Al Monitor and Radikal
ESP Cebrián, Juan Luis Executive Chairman, Grupo PRISA
FRA Chalendar, Pierre-André de Chairman and CEO, Saint-Gobain
CAN Clark, W. Edmund Group President and CEO, TD Bank Group
INT Coeuré, Benoît Member of the Executive Board, European Central Bank
IRL Coveney, Simon Minister for Agriculture, Food and the Marine
GBR Cowper-Coles, Sherard Senior Adviser to the Group Chairman and Group CEO, HSBC Holdings plc
BEL Davignon, Etienne Minister of State
USA Donilon, Thomas E. Senior Partner, O’Melveny and Myers; Former U.S. National Security Advisor
DEU Döpfner, Mathias CEO, Axel Springer SE
GBR Dudley, Robert Group Chief Executive, BP plc
FIN Ehrnrooth, Henrik Chairman, Caverion Corporation, Otava and Pöyry PLC
ITA Elkann, John Chairman, Fiat S.p.A.
DEU Enders, Thomas CEO, Airbus Group
DNK Federspiel, Ulrik Executive Vice President, Haldor Topsøe A/S
USA Feldstein, Martin S. Professor of Economics, Harvard University; President Emeritus, NBER
CAN Ferguson, Brian President and CEO, Cenovus Energy Inc.
GBR Flint, Douglas J. Group Chairman, HSBC Holdings plc
ESP García-Margallo, José Manuel Minister of Foreign Affairs and Cooperation
USA Gfoeller, Michael Independent Consultant
TUR Göle, Nilüfer Professor of Sociology, École des Hautes Études en Sciences Sociales
USA Greenberg, Evan G. Chairman and CEO, ACE Group
GBR Greening, Justine Secretary of State for International Development
NLD Halberstadt, Victor Professor of Economics, Leiden University
USA Hockfield, Susan President Emerita, Massachusetts Institute of Technology
NOR Høegh, Leif O. Chairman, Höegh Autoliners AS
NOR Høegh, Westye Senior Advisor, Höegh Autoliners AS
USA Hoffman, Reid Co-Founder and Executive Chairman, LinkedIn
CHN Huang, Yiping Professor of Economics, National School of Development, Peking University
USA Jackson, Shirley Ann President, Rensselaer Polytechnic Institute
USA Jacobs, Kenneth M. Chairman and CEO, Lazard
USA Johnson, James A. Chairman, Johnson Capital Partners
USA Karp, Alex CEO, Palantir Technologies
USA Katz, Bruce J. Vice President and Co-Director, Metropolitan Policy Program, The Brookings Institution
CAN Kenney, Jason T. Minister of Employment and Social Development
GBR Kerr, John Deputy Chairman, Scottish Power
USA Kissinger, Henry A. Chairman, Kissinger Associates, Inc.
USA Kleinfeld, Klaus Chairman and CEO, Alcoa
TUR Koç, Mustafa Chairman, Koç Holding A.S.
DNK Kragh, Steffen President and CEO, Egmont
USA Kravis, Henry R. Co-Chairman and Co-CEO, Kohlberg Kravis Roberts & Co.
USA Kravis, Marie-Josée Senior Fellow and Vice Chair, Hudson Institute
CHE Kudelski, André Chairman and CEO, Kudelski Group
INT Lagarde, Christine Managing Director, International Monetary Fund
BEL Leysen, Thomas Chairman of the Board of Directors, KBC Group
USA Li, Cheng Director, John L.Thornton China Center,The Brookings Institution
SWE Lifvendahl, Tove Political Editor in Chief, Svenska Dagbladet
CHN Liu, He Minister, Office of the Central Leading Group on Financial and Economic Affairs
PRT Macedo, Paulo Minister of Health
FRA Macron, Emmanuel Deputy Secretary General of the Presidency
ITA Maggioni, Monica Editor-in-Chief, Rainews24, RAI TV
GBR Mandelson, Peter Chairman, Global Counsel LLP
USA McAfee, Andrew Principal Research Scientist, Massachusetts Institute of Technology
PRT Medeiros, Inês de Member of Parliament, Socialist Party
GBR Micklethwait, John Editor-in-Chief, The Economist
GRC Mitsotaki, Alexandra Chair, ActionAid Hellas
ITA Monti, Mario Senator-for-life; President, Bocconi University
USA Mundie, Craig J. Senior Advisor to the CEO, Microsoft Corporation
CAN Munroe-Blum, Heather Professor of Medicine and Principal (President) Emerita, McGill University
USA Murray, Charles A. W.H. Brady Scholar, American Enterprise Institute for Public Policy Research
NLD Netherlands, H.R.H. Princess Beatrix of the Netherlands
ESP Nin Génova, Juan María Deputy Chairman and CEO, CaixaBank
FRA Nougayrède, Natalie Former Director and Executive Editor, Le Monde
DNK Olesen, Søren-Peter Professor; Member of the Board of Directors, The Carlsberg Foundation
FIN Ollila, Jorma Chairman, Royal Dutch Shell, plc; Chairman, Outokumpu Plc
TUR Oran, Umut Deputy Chairman, Republican People’s Party (CHP)
GBR Osborne, George Chancellor of the Exchequer
FRA Pellerin, Fleur State Secretary for Foreign Trade
USA Perle, Richard N. Resident Fellow, American Enterprise Institute
USA Petraeus, David H. Chairman, KKR Global Institute
CAN Poloz, Stephen S. Governor, Bank of Canada
INT Rasmussen, Anders Fogh Secretary General, NATO
DNK Rasmussen, Jørgen Huno Chairman of the Board of Trustees, The Lundbeck Foundation
INT Reding, Viviane Vice President and Commissioner for Justice, Fundamental Rights and Citizenship, European Commission
USA Reed, Kasim Mayor of Atlanta
CAN Reisman, Heather M. Chair and CEO, Indigo Books & Music Inc.
NOR Reiten, Eivind Chairman, Klaveness Marine Holding AS
DEU Röttgen, Norbert Chairman, Foreign Affairs Committee, German Bundestag
USA Rubin, Robert E. Co-Chair, Council on Foreign Relations; Former Secretary of the Treasury
USA Rumer, Eugene Senior Associate and Director, Russia and Eurasia Program, Carnegie Endowment for International Peace
NOR Rynning-Tønnesen, Christian President and CEO, Statkraft AS
NLD Samsom, Diederik M. Parliamentary Leader PvdA (Labour Party)
GBR Sawers, John Chief, Secret Intelligence Service
NLD Scheffer, Paul J. Author; Professor of European Studies, Tilburg University
NLD Schippers, Edith Minister of Health, Welfare and Sport
USA Schmidt, Eric E. Executive Chairman, Google Inc.
AUT Scholten, Rudolf CEO, Oesterreichische Kontrollbank AG
USA Shih, Clara CEO and Founder, Hearsay Social
FIN Siilasmaa, Risto K. Chairman of the Board of Directors and Interim CEO, Nokia Corporation
ESP Spain, H.M. the Queen of
USA Spence, A. Michael Professor of Economics, New York University
FIN Stadigh, Kari President and CEO, Sampo plc
USA Summers, Lawrence H. Charles W. Eliot University Professor, Harvard University
IRL Sutherland, Peter D. Chairman, Goldman Sachs International; UN Special Representative for Migration
SWE Svanberg, Carl-Henric Chairman, Volvo AB and BP plc
TUR Taftalı, A. Ümit Member of the Board, Suna and Inan Kiraç Foundation
USA Thiel, Peter A. President, Thiel Capital
DNK Topsøe, Henrik Chairman, Haldor Topsøe A/S
GRC Tsoukalis, Loukas President, Hellenic Foundation for European and Foreign Policy
NOR Ulltveit-Moe, Jens Founder and CEO, Umoe AS
INT Üzümcü, Ahmet Director-General, Organisation for the Prohibition of Chemical Weapons
CHE Vasella, Daniel L. Honorary Chairman, Novartis International
DNK Vestager, Margrethe Deputy Prime Minister and Minister for Economic Affairs and the Interior
FIN Wahlroos, Björn Chairman, Sampo plc
SWE Wallenberg, Jacob Chairman, Investor AB
SWE Wallenberg, Marcus Chairman of the Board of Directors, Skandinaviska Enskilda Banken AB
USA Warsh, Kevin M. Distinguished Visiting Fellow and Lecturer, Stanford University
GBR Wolf, Martin H. Chief Economics Commentator, The Financial Times
USA Wolfensohn, James D. Chairman and CEO, Wolfensohn and Company
NLD Zalm, Gerrit Chairman of the Managing Board, ABN-AMRO Bank N.V.
GRC Zanias, George Chairman of the Board, National Bank of Greece
USA Zoellick, Robert B. Chairman, Board of International Advisors, The Goldman Sachs Group