Gespeichert von reichmann am Di, 04.11.2014 - 10:12:21

SOS Kinderdorf Hermann Gmeiner

Als wir Ende 2006 über unglaubliche Vorfälle, wie Schläge und sexuellen Missbrauch in SOS-Kinderdörfern berichtet. hatten, wurden wir von SOS-Kinderdorf auf Unterlassung geklagt und uns verboten über Missstände in SOS-Kinderdörfern zu berichten. Nach einigen Jahren und vielen weiteren Opfern berichten nun auch Systemmedien über sexuellen Missbrauch und eine Dokumentation geht mit den früheren Praktiken der Vorzeige-Einrichtungen hart ins Gericht.

Sexualisierte Gewalt, Hiebe, verkrustete Strukturen, pädagogisches Niemandsland – die österreichischen SOS-Kinderdörfer stellen sich ihrer Vergangenheit. Zum 65-Jahre-Bestandsjubiläum hat sich die Organisation einer Zäsur unterzogen.

Der Tiroler Historiker Horst Schreiber wurde mit einer Studie zur Aufarbeitung der Erziehungspraktiken von der Gründung der Kinderdörfer bis in die 1990er-Jahre beauftragt (siehe Info unten). Das nicht gerade schmeichelhafte Ergebnis liegt nun in Buchform vor.

"Der Ansatz des familienähnlichen Modells in den Kinderdörfern war patriarchal-autoritär", schildert Schreiber. Kinderdorf-Gründer Hermann Gmeiner sei davon ausgegangen, dass "Mütter die Erziehung von Kindern instinktiv in sich haben". Kinderdorf-Mutter zu sein, sei als "Berufung, nicht als Beruf" angesehen worden. "Dementsprechend gab es für die Mütter keine Ausbildung." Partnerschaften waren verpönt und untersagt.

Pädagogische Schulungen, so fürchtete man, würden den Kinderdorf-Müttern "das Instinkthafte nehmen". Die Kinderdörfer seien sehr katholisch geprägt gewesen, urteilt Schreiber. "Gmeiner sah es als politischen Auftrag, die Gesellschaft nach dem Krieg zu rekatholisieren." Dementsprechend seien Kinderdörfer "Kloster-ähnlich geführt" worden.

Männerbund

Die "männerbündlerische Führungsstruktur" mit den Dorfleitern sei mit Gewalt eng verbunden gewesen. Der Historiker räumt aber ein, dass es, anders als in Kinderheimen, in den Kinderdörfern keine systematische Gewalt gegeben habe. Übergriffe seien – wie in normalen Familien – "von Haus zu Haus, von Familie zu Familie unterschiedlich" gewesen. Aber: "Im Umgang mit sexualisierter Gewalt unterschieden sich die SOS-Kinderdörfer nicht wesentlich von Kinderheimen."

Mit 30 ehemaligen SOS-Kindern hat Schreiber gesprochen. "Leichte Züchtigungen waren häufig. Aber es gab auch Kinder, die unter schweren Körperstrafen sehr gelitten haben."

Erste, vage Änderungen in der Pädagogik sieht Schreiber in den 1970er-Jahren. "Aber dass Kinderdorf-Mütter in Partnerschaften leben dürfen, ist erst seit den 1990ern der Fall." Ein tatsächliches Aufbrechen der veralteten pädagogischen Strukturen sei erst seit zehn, 15 Jahren zu bemerken.

Aus Fehlern lernen

"Mit der Studie wollten wir die Grenzüberschreitungen zur Sprache bringen, die damals passiert sind", erklärt Elisabeth Hauser, die pädagogische Leiterin der SOS-Kinderdörfer. Man müsse aus den Fehlern der Vergangenheit lernen. "Wir können nicht immer verhindern, dass etwas passiert", sagt Hauser. "Aber wir dürfen nichts vertuschen. Es ist schlimm, wenn ein Kind Gewalt erfahren hat, und sich an niemanden wenden kann."

Man wolle damit verhindern, was Schreiber in seiner Studie aufgedeckt hat: Noch vor rund zehn Jahren sind Fälle sexuellen Missbrauchs in einem Tiroler Kinderdorf von Dorfleitung und Zentrale vertuscht worden (siehe unten). Erst später – im Jahr 2012 – konnte der Täter nach der Anzeige eines Opfers vor Gericht gebracht und verurteilt werden.

Mittlerweile ist bei den Kinderdörfern in Kooperation mit der Fachhochschule Basel ein "Fehlerkultur-Prozess" in Umsetzung. Kinderdorf-Mütter sind allesamt pädagogisch ausgebildet und für alle Mitarbeiter gebe es "klare Abläufe und grundlegende Standards", erklärt Hauser.

Damit gehöre die "Pädagogik des Herzens und des Bauchs, bei der lange Zeit das Hirn gefehlt hat", der Vergangenheit an, attestiert Schreiber dem Kinderdorf, heutzutage "eine sehr gute Organisation" zu sein.

Missbrauchsopfern wurde nicht geglaubt

Verantwortliche eines Tiroler Kinderdorfs vertuschten sexuelle Übergriffe.

"Der Täter, zuletzt mit der langjährigen Sekretärin eines SOS-Kinderdorfes verheiratet, ist eine öffentliche Persönlichkeit: Architekt, Präsident eines Landessportverbandes, ÖVP-Stadtpolitiker, dann Wechsel zur FPÖ als Gemeinderatsmitglied", schildert Horst Schreiber in seiner Studie über die SOS Kinderdörfer.

Jahrelang, so konnte der Tiroler Historiker herausarbeiten, wurden sexuelle Übergriffe, die dem Dorfleiter und auch der Zentrale der SOS-Kinderdörfer bekannt waren, vertuscht. SOS-Kind Franziska, so der Name eines der Opfer, war im Jahr 2003 in der Schule aufgefallen. Ein Psychologe wurde zu Rate gezogen. Er fand Hinweise auf sexuellen Missbrauch und konfrontierte die Verantwortlichen damit. Nichts geschah.

Gerda, eine Schwester von Franziska, berichtete ein Jahr darauf detailliert über sexuelle Übergriffe durch den honorigen Politiker, der im Kinderdorf ein- und ausging. Auch eine weitere Schwester, Johanna, erzählte von Missbrauch durch den Mann.

Der Psychologe wandte sich an eine externe Fachexpertin, die ein Dorfverbot für den (damals noch mutmaßlichen) Täter forderte. Der Dorfleiter unternahm nichts. Als der Psychologe schließlich – unterstützt von der Kinderdorf-Mutter – Konsequenzen forderte, wurde er gekündigt. Die Mutter wurde in die Schranken gewiesen.

Mit den drei betroffenen Schwestern, die allesamt von Herrn H. missbraucht worden sein sollen, sprach seitens der Verantwortlichen niemand.

Erst 2010 kam die Sache ins Rollen, als eine junge Frau gegen Herrn H. Anzeige erstattete. Er soll sie (die nicht im Kinderdorf lebte) als Minderjährige missbraucht haben. So kamen auch die drei Missbrauchsfälle im Kinderdorf, sowie ein weiterer Fall ans Tageslicht. H. wurde 2011 verhaftet und 2012 zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt.

Schon Franziska sagte zur Polizei: "Die ganze Sache wurde einfach vertuscht."

 

Gespeichert von Sibylle Haller am/um Do, 08.09.2016 - 02:27:17

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Meine beiden Kinder werden heute aus dem SOS-Kinderdorf, Altmünster zu ihrem Vater entlassen. Nach 20 Monaten Kampf mit der KJH und dem SOS-Kinderdorf entschied ein Richter aus Steyr er müsse sich an die Angaben der Gutachterin halten, die nur Unterlagen der KJH und des SOS-Kinderdorfes bekam. Vor lauter unverständniss meinerseits wurde aber Gott sei Dank ein Vergleich geschlossen indem beschlossen wird das die Kinder zu ihrem Vater dürfen - alles ist besser als das Kinderdorf!!!! - Der Vater hat sich in den Jahren zuvor maximal einaml um die Kinder gekümmert und gibt auch jetzt die Verantwortung an seine neu angetraute Frau ab, aber offensichtlich ist es dir Institution so sehr darum gegangen meine Kinder zu behalten und meiner Meinung nach abzukassierenm, dass sie sich einfach an den schwächeren Elternteil gekrallt haben um ihre Daseinsberechtigung zu bekommen.

Es ist so viel passiert in den letzten eineinhalb Jahren das ich ganz bestimmt nicht mehr an ein Wohl der Kinder seitens der KJH glauben kann, auch wenn mein Sohn herumgezerrt und beide Kinder oft angeschrien wurden, hatte die KJH nichts besseres zu tun als diese Methoden zu verteidigen und herunterzuspielen. Als bemerkt wurde das ich mit der Unterbringung meiner Kinder nicht zufrieden war hat die Leiterin begonnen mir jedes Wort im Mund umzudrehen, egal was ich gesagt oder getan habe es wurde schlecht ausgelegt - sogar die Kinder wurden in diese Spielchen mit hineingezogen und ihnen gesagt das ich als Mutter sie nicht mehr brauche und sie beim Vater viel besser aufgehoben sind. Meinem Sohn hat man gegen meinen Willen Medikamente gegeben, offensichtlich war er ihnen zu anstrengend.

Ich glaube dass diese Menschen genau Wissen dass Kinder gar nicht oder nur in den seltensten Fällen von "relevanten" Personen ernst genommen werden und daher tun und lassen was sie wollen. Die Leiterin der Institution hat mich sogar in der Volkschule des Ortes schlecht gemacht. Im Grunde sollte diese Frau einem Leid tun, es ist für mich einfach schrecklich das solche Menschen mit Kindern arbeiten dürfen.

Ich wünsche mir dass diese Mißstände aufhören oder zumindest besser kontrolliert werden.

Die Geschichten die ich in dieser kurzen Zeit erlebt habe reichen für mindestens drei Bücher!!! - Sehr erschreckend!

Gespeichert von Sibylle Haller am/um Do, 08.09.2016 - 02:27:17

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Meine beiden Kinder werden heute aus dem SOS-Kinderdorf, Altmünster zu ihrem Vater entlassen. Nach 20 Monaten Kampf mit der KJH und dem SOS-Kinderdorf entschied ein Richter aus Steyr er müsse sich an die Angaben der Gutachterin halten, die nur Unterlagen der KJH und des SOS-Kinderdorfes bekam. Vor lauter unverständniss meinerseits wurde aber Gott sei Dank ein Vergleich geschlossen indem beschlossen wird das die Kinder zu ihrem Vater dürfen - alles ist besser als das Kinderdorf!!!! - Der Vater hat sich in den Jahren zuvor maximal einaml im Monat um die Kinder gekümmert und gibt auch jetzt die Verantwortung an seine neu angetraueFrau ab, aber offensichtlich ist es dir Institution so sehr darum gegangen meine Kinder zu behalten und meiner Meinung nach abzukassierenm, dass sie sich einfach an den schwächeren Elternteil gekrallt haben um ihre Daseinsberechtigung zu bekommen.

Es ist so viel passiert in den letzten eineinhalb Jahren das ich ganz bestimmt nicht mehr an ein Wohl der Kinder seitens der KJH glauben kann, auch wenn mein Sohn herumgezerrt und beide Kinder oft angeschrien wurden, hatte die KJH nichts besseres zu tun als diese Methoden zu verteidigen und herunterzuspielen. Als bemerkt wurde das ich mit der Unterbringung meiner Kinder nicht zufrieden war hat die Leiterin begonnen mir jedes Wort im Mund umzudrehen, egal was ich gesagt oder getan habe es wurde schlecht ausgelegt - sogar die Kinder wurden in diese Spielchen mit hineingezogen und ihnen gesagt das ich als Mutter sie nicht mehr brauche und sie beim Vater viel besser aufgehoben sind. Meinem Sohn hat man gegen meinen Willen Medikamente gegeben, offensichtlich war er ihnen zu anstrengend.

Ich glaube dass diese Menschen genau Wissen dass Kinder gar nicht oder nur in den seltensten Fällen von "relevanten" Personen ernst genommen werden und daher tun und lassen was sie wollen. Die Leiterin der Institution hat mich sogar in der Volkschule des Ortes schlecht gemacht. Im Grunde sollte diese Frau einem Leid tun, es ist für mich einfach schrecklich das solche Menschen mit Kindern arbeiten dürfen.

Ich wünsche mir dass diese Mißstände aufhören oder zumindest besser kontrolliert werden.

Die Geschichten die ich in dieser kurzen Zeit erlebt habe reichen für mindestens drei Bücher!!! - Sehr erschreckend!

Gespeichert von Sibylle Haller am/um Do, 08.09.2016 - 02:27:17

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Meine beiden Kinder werden heute aus dem SOS-Kinderdorf, Altmünster zu ihrem Vater entlassen. Nach 20 Monaten Kampf mit der KJH und dem SOS-Kinderdorf entschied ein Richter aus Steyr er müsse sich an die Angaben der Gutachterin halten, die nur Unterlagen der KJH und des SOS-Kinderdorfes bekam. Vor lauter unverständniss meinerseits wurde aber Gott sei Dank ein Vergleich geschlossen indem beschlossen wird das die Kinder zu ihrem Vater dürfen - alles ist besser als das Kinderdorf!!!! - Der Vater hat sich in den Jahren zuvor maximal einaml im Monat um die Kinder gekümmert und gibt auch jetzt die Verantwortung an seine neu angetraue Frau ab, aber offensichtlich ist es dir Institution so sehr darum gegangen meine Kinder zu behalten und meiner Meinung nach abzukassieren, dass sie sich einfach an den schwächeren Elternteil gekrallt haben um ihre Daseinsberechtigung zu bekommen.

Es ist so viel passiert in den letzten eineinhalb Jahren das ich ganz bestimmt nicht mehr an ein Wohl der Kinder seitens der KJH glauben kann, auch wenn mein Sohn herumgezerrt und beide Kinder oft angeschrien wurden, hatte die KJH nichts besseres zu tun als diese Methoden zu verteidigen und herunterzuspielen. Als bemerkt wurde das ich mit der Unterbringung meiner Kinder nicht zufrieden war hat die Leiterin begonnen mir jedes Wort im Mund umzudrehen, egal was ich gesagt oder getan habe es wurde schlecht ausgelegt - sogar die Kinder wurden in diese Spielchen mit hineingezogen und ihnen gesagt das ich als Mutter sie nicht mehr brauche und sie beim Vater viel besser aufgehoben sind. Meinem Sohn hat man gegen meinen Willen Medikamente gegeben, offensichtlich war er ihnen zu anstrengend.

Ich glaube dass diese Menschen genau Wissen dass Kinder gar nicht oder nur in den seltensten Fällen von "relevanten" Personen ernst genommen werden und daher tun und lassen was sie wollen. Die Leiterin der Institution hat mich sogar in der Volkschule des Ortes schlecht gemacht. Im Grunde sollte diese Frau einem Leid tun, es ist für mich einfach schrecklich das solche Menschen mit Kindern arbeiten dürfen.

Ich wünsche mir dass diese Mißstände aufhören oder zumindest besser kontrolliert werden.

Die Geschichten die ich in dieser kurzen Zeit erlebt habe reichen für mindestens drei Bücher!!! - Sehr erschreckend!