Gespeichert von reichmann am So, 20.08.2006 - 01:40:36

Baiersbronn (AP) Wegen Misshandlungsvorwürfen haben die baden-württembergischen Behörden ein Kinderheim im Schwarzwald geschlossen. Ein Sprecher des Landesjugendamtes sagte am Freitag, das Wohl der Kinder in dem Heim in Baiersbronn sei gefährdet gewesen. Die Staatsanwaltschaft Rottweil leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung und Freiheitsberaubung ein. Es habe eine Durchsuchung stattgefunden, die Unterlagen müssten ausgewertet werden, sagte ein Sprecher der Ermittlungsbehörde.

Zeugen haben ausgesagt, den Kindern soll immer wieder verschimmeltes Essen vorgesetzt worden sein. Zudem sollen sie für zu lautes Reden bestraft worden sein und ein Kind sei mit Kaugummi gefüttert worden, bis es gewürgt habe, berichtete der Südwestrundfunk unter Berufung auf Zeugenaussagen. Das Heim wies die Vorwürfe zurück. Die Kinder seien nicht misshandelt worden, sagte ein Sprecher auf AP-Anfrage. «Wir sind in sehr engem Kontakt mit dem Jugendamt», fügte er hinzu. Nach der Schließung seien zehn Kinder in anderen Einrichtungen untergebracht worden. Normalerweise seien in dem Heim 18 Kinder im Alter von fünf bis 17 Jahren untergebracht. Sie stammten aus schwierigen Familienverhältnissen.



Das Landesjugendamt in Stuttgart wollte sich mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht zu den Anschuldigungen äußern. Bei einer Anhörung hätten die Betreiber die Vorwürfe nicht entkräften können, sagte Jugendamtssprecher Hans-Peter Becker. Das Amt habe im Juni von den möglichen Missständen erfahren. Bei der Polizei sei eine Anzeige eingegangen. Nach Angaben von Peter Becker vom zuständigen Landesjugendamtes in Stuttgart war das Wohl der Kinder gefährdet. Zehn Kinder seien verlegt worden. Normalerweise seien in dem Heim 18 Kinder untergebracht. Sie stammten aus schwierigen Familienverhältnissen.



Auch in Österreich laufen momentan Untersuchungen wegen Misständen in verschiedenen Einrichtungen. Ausserdem werden nach wie vor auch Kinder aus Österreich auch in Deutschen Heimen untergebracht. Bleibt nur zu hoffen, dass nicht auch hiesige Kinder unter den Opfern sind.

Gespeichert von GmeinerBrueder am/um Do, 08.09.2016 - 02:24:42

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Wieder einmal sind die Gmeiner Brüder entsetzt, über Vorgänge in Deutschen Kinderheimen. Es ist noch gar nicht solange her, wurde bereits ein solches Heim geschlossen. Dort mussten Kinder in die Badewanne mit eiskaltem Wasser reinstehen und wurden kalt abgespritzt, wenn sie nicht den ErzieherInnen gehorcht haben. Uns hat bereits der Schlag getroffen, als wir von Mißständen in SOS Kinderdörfern, der letzten heiligen Bastion in Sachen Fremdunterbringung, erfahren mussten. Dort werden angeblich sogar Narungsmitteltests mit SOS Kinderdorfkindern durchgeführt und die Lebensmittelindustrie als treuer Sponsor präsentiert. Wie wird diese Geschichte wohl noch enden?



Wir sind nur noch bestürzt und trauern für die vielen kleinen, in Heimen verletzten, Kinderseelen!



DIE GMEINER BRÜDER

Tja, so etwas nennt man Fremdplatzierung mit Heimkarriere.



Kein Wunder, wenn diese Kinder, gerade aus instabilen Familienverbänden, keineswegs erleben dürfen, was es heißt Nestwärme zu erfahren. Stattdessen gibts Behaarung zum Abendbrot und Wasserkakao am Morgen.



Ich beneide die einfachen Kinder in Senegal, wo sie mit ihren Eltern in Blechhütten hausen. Sie kennen keine PS2 und kein Kabelfernsehen, was sie erleben dürfen ist Nestwärme und das Gefühl in ihrer Gesellschaft gebraucht zu werden.



Auch wenn es diesen Kindern, nach Ansicht der westlichen Industriestaaten, dreckig geht, sie fast nichts zu essen haben und die Schulbildung auf der Strecke bleibt, sie haben wenigstens Vater und Mutter und kein verdorbenes Essen am Tisch.



Ich habe selbst im Winter 2002 miterleben dürfen, wie es ist, in Senegal zu leben, denn ich war einen ganzen Monat dort. Habe diese Menschen und diese Kinder kennenlernen dürfen. Alleine das funkeln und strahlen in diesen Kinderaugen ist mit anderer Dankbarkeit nicht zu übertreffen.



Mitten in Österreich oder Deutschland betreibt man Spezialcamps für Schwererziehbare und fragt nicht wirklich nach dem Warum. Stattdessen soll K.O. durch Ganztagssport und mit Respekttrainern der Jugend wieder einmal Furcht und Anstand einflösen. In Senegal brauchen das die Kinder nicht, denn sie wissen wieso Respekt vor den Eltern wichtig erscheint und die Gesellschaft ohne Regeln nicht existieren kann. Das liegt wohl auch an den Eigenständigkeiten dieser Familienverbände.



Ich sage nur, denkt alle darüber nach was Ihr tut, was Ihr meint und erhebt die Hand gegen diese sinnlose Machtindustrialisierung, die nichts mehr mit der Sinnhaftigkeit einer tragfähigen Volkswirtschaft zutun hat.



Es kann nicht angehen dass Psychiatrische Krankenhäuser das Volk für dumm erklären und Diplomsozialarbeiterinnen Kinder gegen die eigenen Eltern instrumentalisieren, so dass sie mit 18 Jahren ohne Lehrabschluss dastehen.



Und dann ist die UN-Kinderrechtskonvention nichteinmal Bestandteil unserer österreichischen Bundesverfassung.



Unsere Politiker verbringen die Zeit viel lieber mit Umfragewerten und Rap-Songs, das nennt man Wahlkampf auf Kosten des Steuerzahlers! Weit gefehlt, das nennt man Politikum auf Kosten österreichischer Kinderseelen!