Gespeichert von reichmann am Mi, 05.08.2009 - 15:04:43

Mehrfach haben wir bereits über die dubiosen Ermittlungen und vor allem offensichtlichen Vertuschungsvesuchen im Mordfall Luca berichtet. Dem Menschenrechtsverein INHR und Präsident Roland Reichmann ist es ein großes Anliegen, die ganzen Umstände aufgeklärt zu wissen. Hier offenbaren sich die von INHR schon jahrelang kritisierten Missstände in Jugendämtern und Gerichten.

Eine offizielle Pressaussendung vom Vater, Bernhard Haaser, veröffentlichen wir gerne.

AUFKLÄRUNG IM FALL LUCA:

Da offenbar die vollständige Aufklärung im Mordfall Luca ins Stocken geraten ist, wurde von Bernhard Haaser, dem leiblichen Vater des ermordeten Knaben, beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg eine Menschenrechtsbeschwerde eingereicht.
Zum Bevollmächtigten in diesem Beschwerdeverfahren wurde gemäß Artikel 36 der Verfahrensordnung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte der Menschenrechtsexperte Prof. Dr. Adrian Hollaender bestimmt, der auch die Meinung vertritt, dass in vier Punkten die Normen der Europäischen Menschenrechtskonvention seitens der in den Fall Luca involvierten Personen und Behörden missachtet worden sind.
Die Ermittlungen gegen die Ärzteschaft, die Luca behandelten und betreuten, wurden eingestellt. Verstoß gegen das Ärztegesetz, speziell den Paragraphen 54 Abs.5, sowie Verstoß gegen die Anzeigepflicht nach der StPO trotz Verdacht auf Kindesmisshandlung und Kindesmissbrauch. Ungeachtet zweifacher Diagnose ‚‚Battered Child’’ (Kindesmisshandlung) wurde keine Anzeige erstattet. Ausserdem handelte es bei den damals Verdächtigen nicht um den jetzt rechtskräftig verurteilten Täter. Weder der verurteilte Täter noch der damals
andere Verdächtige waren nahe Angehörige gegenüber Luca und seiner Mutter.
Ein diplomierter Sozialarbeiter der Jugendwohlfahrt Schwechat, der drei Wochen vor Luca’s Ermordung im Hause des rechtlich verurteilten Täters einen Kontrollbesuch abstattete, hatte keinen Einwand trotz massiver eindeutiger Hinweise gegen ein Kindeswohl. Luca wurde in einem dunklen Keller zwischen Gerümpel, einer Heizungsanlage und in Abgeschiedenheit untergebracht. Beweise liefern die Tatortfotos und die Aussagen dieses diplomierten Sozialarbeiters.
An Luca’s Leichnam wurden im Rahmen einer gerichtsmedizinischen Untersuchung unbehandelte Knochenbrüche festgestellt, obwohl Luca während dieses Verletzungszeitraumes in Betreuung von Ärzten, Psychologen und der Jugendwohlfahrt war. Eindeutige Beweise liefern das Gutachten der Gerichtsmedizin und Schriftverkehr der betroffenen Ärzte und Behörden.
Weiters wurden laut diesem Gutachten fünf unbehandelte gebrochene Rippen, Verletzungszeitraum eine Woche vor Lucas Ermordung festgestellt. In dieser Zeit war Luca bereits im Hause (auch späterer Tatort des rechtskräftig verurteilten Täters Fritz D). Allerdings waren auch mindestens fünf weitere Personen in diesem Verletzungszeitraum in Luca’s unmittelbarer Nähe, darunter einige, die ihn auch betreuten. Niemandem von den mindestens fünf Personen fielen angeblich die gebrochenen Rippen an Luca auf.
Von Anfang an – belegt durch Zeugenaussagen und Vernehmungsprotokolle – gab es Hinweise auf einen Mittäter. Der Verdacht einer noch unbekannten Mittäterschaft wird durch ein DNA- Gutachten insofern erhärtet, als an Luca’s Bekleidung, die er zum Tatzeitpunkt trug, unterschiedliche Blutmischspuren festgestellt wurden.
Eine Blutmischspur stammt von Luca und dem bereits rechtskräftig verurteilten Täter, die zweite Blutmischspur stammt ebenfalls von Luca und einer unbekannten Person. Die polizeilichen Ermittlungen fanden nur gegen den bereits rechtskräftig verurteilten Täters statt.

INHR ersucht um Mithilfe und Unterstützung:

Unterstützen auch Sie den Vater Bernhard Haaser in seinen Bemühungen, diesen unglaublichen Skandal aufzudecken, damit der sinnlose Mord an seinem Kind posthum wenigstens anderen Kindern ein grauenhaftes Schicksal erspart.

www.luca-kinderschutzverein.at