Gespeichert von LittleBuddha am Sa, 14.04.2007 - 13:40:59
  Es geht um Gewalt gegen Kinder in all ihren schrecklichen Formen: ob
körperlich, psychisch oder sexuell. Die Thematik "Häusliche Gewalt"
darf keinesfalls bagatellisiert werden. Die Tiroler Jugendwohlfahrt,
allen voran Cornelia Weinseisen vom Jugendamt des Bezirks Landeck,
plant durch Fragebögen die Filtrierung von Kindern bereits in
Kindergärten. Laut einem Pressebericht von ORF Tirol seien die
Schulungen der Erzieherinnen in Imst und Landeck vollzogen worden. Nun
sollen die Pädagoginnen in Reutte die Schulbank drücken.

Angela Federspiel von der Kriseninterventionsstelle untermauert ihren Handlungsbedarf in Zahlen. Demzufolge mussten im vergangenen Jahr 658 Personen betreut werden. Zum Stichtag 31. März 2007 waren es bereits 282 Personen, davon 107 Kinder.

Miteingebunden in das Projekt ist auch die Männerberatungsstelle "Mannsbilder". Martin Christandl bedauert allerdings die Sichtweisen und fehlende Subventionen seitens des Land Tirol. Er würde sich wünschen, wenn das große Loch im Netz, die Täterarbeit, gestopft werden könnte. So meint Christandl, "Männer sind der Rohrbruch, derzeit wird aber nur aufgewischt!".

Roland Reichmann, Initiator des Int. Network of Human Rights, kann dem tirolweiten Projekt, es wird von der Abteilung Jugendwohlfahrt des Landes, der Interventionsstelle sowie der Kinder- und Jugendanwaltschaft getragen, nicht nur positives abgewinnen. "Mit Übereifer sehen wir uns immer wieder konfrontiert, wenn Kinder unrechtmäßig aus Familien gerissen und dadurch ganze Familien zerstört werden". Der Menschenrechtler musste selbst miterleben wie seine Familie aufgrund des perfiden Vorgehens von Jugendwohlfahrt und Kinderschutzorganisationen zerstört wurde.

Übereifer erkennt auch der Journalist Stephan Pfeifhofer, Herausgeber und Moderator von Investigativ TV: "Es ist erfreulich, wenn sich das Land Tirol eines so wichtigen Themas annimmt. Ob allerdings Kindergartenleiterinnen zur Psychologin mutieren sollten, um mit Fragebögen mögliche Opfer von Missbrauch und häuslicher Gewalt zu lukrieren, das wage ich zu bezweifeln". Immer wieder hat der Journalist mit leiblichen Eltern zutun und jede einzelne Geschichte manifestiert nicht selten unberechtigte Handlungsweisen der Behörden.

Wie Männer in der österreichischen Gesellschaft nicht selten zum Sündenbock gezeichnet werden, praktiziert eindrucksvoll die österreichische Justiz. So fällt der Anteil auf alleinerziehende Mütter mit 90 % wohl mehr als eindeutig aus. Der Wiener Journalist Marcus J. Oswald (Onlinemagazin Blaulicht & Graulicht) hat die Szene eindeutig beleuchtet. So z.B. die Tatsache wie Frauen in Frauenhäusern manipuliert werden und Kinder ihren Vätern vorenthalten bleiben. Dutzende Gutachten und eine Heerschar von Kinderschutzorganisationen wie die Möve, versuchen sich unbeirrt ihre Lobby an das Volk zu prangern.

Väter als Pauschalschläger zu verurteilen, das hält auch der Kinderpsychologe Dr. Rolph Wegensheit für den falschen Weg. "Bedauerlicherweise nehmen die vorwiegend weiblich geführten Runden in Jugendämtern, Schulen und Kindergärten mehr und mehr ihren Lauf. Nicht unbedeutsam, wieviele alleinerziehende Mütter sich unter diesen berufstätigen Frauen befinden!", sagt Wegensheit besorgt.

Roland Reichmann würde sich neben einem Qualitätssiegel für Jugendämter und Sozialarbeiterinnen aber auch mehr Sensibilität in der Abklärung wünschen. "Übereilte Kindesabnahmen könnten eher verhindert werden, wenn die zuständigen Fürsorgestellen mehr Bedacht auf die Folgen einer solchen Kindesabnahme nehmen würden. Es ist erwiesen, dass Kinder im Falle einer Fremdunterbringung erheblich traumatisiert werden. Plötzliches Einnässen und Einkoten, Verhaltensauffälligkeiten in der Pubertät und psychosomatische Erkrankungen, das alles kann ein Kind im Falle der Vollen Erziehung in immenser Härte treffen!", sagt Reichmann abschließend.

Der Soziallandesrat von Tirol, Hannes Gschwentner (SPÖ), sieht sich unterdessen als Aufdecker: "Das größte Problem sei, die Gewalt aufzuspüren. Die Kinder schämen sich, wollen nicht darüber sprechen. Umso wichtiger ist die Aufdeckung von Außen!".

Vergessen scheint in Landeck wohl der Fall von 5 Mädchen, die 1996 wegen des Verdachts von sexuellen Missbrauch (festgestellt durch eine Ärzten der Uni Klinik in Innsbruck) bis zum Sommer 2003 im SOS Kinderdorf Osttirol leben mussten. Die Jugendamtsleiterin Cornelia Weinseisen war bereits damals mit involviert und so verwundert nunmehr die leichtfertige Vorgehensweise mit einem derartigen Projekt.

Nach sechs Jahren Kampf konnten die fünf Mädchen zurück nach Hause, wo es ihnen laut eigenen Angaben am besten gefällt. Die Vorwürfe gegen ihren Vater wurden bis heute nicht bestätigt und zeigt dieser Fall von Kindesabnahme eindrucksvoll auf, wie leichtfertig die Behörde im Fall des Falles agiert.


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