Gespeichert von reichmann am Do, 11.12.2008 - 00:54:27

Die Ideen der Verantwortlichen für die Kärntner Jugendwohlfahrt, DSA Christine Gaschler-Andreasch (SPÖ), werden immer seltsamer. Für Kinder, die von den „Fachleuten“ der Jugendwohlfahrt nicht mehr betreut werden können, sollen demnach spezielle neue Einrichtungen geschaffen werden. Ist das die Wiedergeburt der ehemaligen geschlossenen Kinderheime?

Karriere nach amerikanischem Vorbild:

Christine Gaschler-Andreasch, ausgebildete Sozialarbeiterin mit Diplom, hat sich hart hinaufgearbeitet und steht heute der Jugendwohlfahrt Kärnten vor. Eine traumhafte Karriere nach „amerikanischem Vorbild“, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. In den Medien wird die Verantwortliche schlicht als Expertin gehandelt und steht gerne und oft für mediale Anfragen zur Verfügung und gibt gerne Auskunft über Probleme im Bereich der Jugendarbeit.

Keine Möglichkeit zur Anhaltung:

In verschiedenen Medien ist zu lesen, dass es im aktuellen Fall für den bedauernswerten 13-jährigen keine Möglichkeit zur Hilfe gegeben hätte. Demnach hätte weder die Jugendwohlfahrt, noch das Krankenhaus nach dem Unterbringungsgesetz eine zwangsweise Anhaltung durchsetzen können.

Anhaltung nach dem Unterbringungsgesetz:

Das Gesetzbuch sieht das jedoch anders. Bei Selbst- oder Fremdgefährdung besteht sehr wohl die Möglichkeit einen Minderjährigen in der Psychiatrie anzuhalten und dort entsprechend zu behandeln. Die Jugendwohlfahrt hat bei Gefahr im Verzug § 215 ABGB die Möglichkeit die sofortige Abnahme des Kindes und Unterbringung in einer geeignete Einrichtung zu verfügen.

Nach den Bestimmungen des § 215 ABGB kann sich die Jugendwohlfahrt die Obsorge an sich ziehen und damit nach dem Aufenthaltsbestimmungsrecht bestimmen, wo sich der Jugendliche aufzuhalten hat. Selbstverständlich sind solche Verfügungen nach § 215 ABGB vom Jugendamt spätestens innerhalb von 8 Tagen beim zuständigen Pflegschaftsgericht einzubringen.

Warum das im vorliegenden Fall nicht passiert ist, bleibt offen.

Jugendlicher über 14 Jahren haben laut Gesetz wohl bei Gericht ein Anhörungsrecht und können selbständige Anträge einbringen. Die Entscheidung über Obsorge und Aufenthalt obliegt bei Minderjährigen jedoch stets dem Pflegschaftsgericht. Völlig falsch berichtet Christine Gaschler-Andreasch in den Medien, dass Kinder nach vollendetem 14. Lebensjahr selbst bestimmen dürfen wo sie sich aufhalten wollen.

Jugendwohlfahrt glänzt durch Untätigkeit:

Wie schon im Fall Luka, der wegen Untätigkeit der Jugendwohlfahrt dem Mörder in die Hände fiel, ist es wohl auch hier auf ein zu laxes Engagement seitens der Jugendwohlfahrt zurückzuführen, dass der 13-jährige nun durch eine Überdosis gestorben ist.

Jedenfalls sollte allen mit der Sachlage Vertrauten klar gewesen sein, dass der Jugendliche die nächste Möglichkeit nutzen wird um sich auf den Weg zu machen. Leider auf seinen letzten Weg.

Auch in diesem Fall wird die Staatsanwaltschaft ein allfälliges Mitverschulden der Jugendwohlfahrt zu prüfen haben.

 

Gespeichert von GmeinerBrueder am/um Do, 08.09.2016 - 02:26:26

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Wohl an, kann es so nicht weitergehn.
Gaschler muss endlich verstehn.

Denn, wie die Zucht, so die Frucht.

So schlag ein,
für ein Miteinander daheim.

Mens sana in corpore sano!