Gespeichert von reichmann am Di, 09.12.2008 - 22:19:48

Gaschler-Andreasch

Vollkommen unfähig und machtlos stellt sich die Jugendwohlfahrt Kärnten unter Leiterin Christine Gaschler-Andreasch dar.
Wir haben alles versucht, Familien-Intensivbetreuung, Kriseninterventionszentrum, Landesjugendheim Görtschach, Jugendpsychiatrie Klagenfurt.

Fazit: der 13-jährige starb am 6. Dezember in Wiener Neustadt an einer Überdosis.

 

 

So sieht offensichtlich die Arbeit der Jugendwohlfahrt aus. Nach „schwerer“ Kindheit, Mutter türmte mit 15 schwanger nach Spanien und kam mit dem Kind nach Klagenfurt zurück.

Seitdem kümmerten sich die Großeltern um das Kind bis er mit 11 Jahren erstmals auffällig wurde. Da schaltete sich die Jugendwohlfahrt ein und versuchte ihn aufzufangen.

Jugendwohlfahrt versucht das Kind aufzufangen:

"Zum Beispiel war eine Familienintensivbetreuung installiert, der Jugendliche war im Kriseninterventionszentrum untergebracht und er hätte auch die Möglichkeit gehabt, in einer Wohngemeinschaft aufgenommen zu werden. Allerdings sind diese Maßnahmen auf Grund seines Störungsbildes nicht erfolgreich gewesen", sagte Christine Gaschler-Andreasch (SPÖ).

Der Jugendliche wurde schließlich im Landesjugendheim Görtschach untergebracht. Dort blieb er nur wenige Tage, dann riss er wieder aus und setzte - seine längst kriminelle - Laufbahn in Villach fort. Er verkaufte Cannabis und Kokain, bedrohte mit vorgehaltenem Messer Verkäuferinnen und Passanten, raubte und stahl, was immer er oder seine zwielichtigen Freunde benötigten. Ein Sorgenkind, bestätigte auch der Villacher Stadtpolizeikommandant Erich Londer.

Jugendpsychiatrie Klagenfurt (ehemalige Heilpäd):

Die Abteilung für Neurologie und Psychiatrie des Landeskrankenhauses Klagenfurt unter Leitung von Primarius Georg Spiel ist scheinbar die einzige Unterbringungsstätte, wenn Eltern und Jugendwohlfahrt versagen und alle Versuche einer fachkundigen „Umerziehung“ fehlschlagen.

Georg Spiel bestätigt, dass er natürlich nach dem Unterbringungsgesetz Kinder und Jugendliche zwangsweise anhalten darf, die für sich selbst, oder für andere eine Gefahr darstellen.

Dennoch wird diese Abteilung von der Jugendwohlfahrt gerne in Anspruch genommen, wenn es darum geht Kinder auch ohne Eigen- und Fremdgefährdungs-Tendenzen, zwangsweise anzuhalten.

So wurde 2002 eine 11-jährige mit einer ungesetzlichen Verfügung des Jugendamtes Wolfsberg in dieser Abteilung vollkommen rechtswidrig angehalten und zu einer Aussage bei Gericht gezwungen. Die Volksanwaltschaft hat bereits strafbares Handeln seitens der Behörden festgestellt und so wird diese Vorgehensweise in den nächsten Tagen bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.

Alles in Ordnung befand Christine Gaschler-Andreasch das Vorgehen von Erika Feldenczer vom Jugendamt Wolfsberg und von Mag Silvia Kostmann vom Wasseramt Wolfsberg, die diese rechtswidrige Verfügung nach § 215 ABGB ausgestellt hatten,

Geschichte der Heilpäd Klagenfurt:

Die Jugendpsychiatrie (ehemalige Heilpäd), vor wenigen Jahren durch den damaligen Primar Franz Wurst in die Schlagzeilen geraten, weil er jahrelang zahllose Kinder schwer misshandelt und vergewaltigt hatte, war auch Ende 2005 wieder in den Medien präsent.

19 Eltern monierten die Zustände in dieser Abteilung und fanden in der „Kärntner Woche“ kurzfristig eine geeignete Plattform, um ihrem Unmut Gehör zu verschaffen. Doch war dieses Aufbäumen nur von kurzer Dauer, weil sich das Klein-Medium sehr bald mit einer Medienklage konfrontiert sah und so gezwungen war mittels Vergleich eine Laudatio über die Kinderpsychiatrie Klagenfurt in der „Kleine Zeitung“ zu veröffentlichen. Sowohl die „Kärntner Woche“ als auch auch die „Kleine Zeitung“ gehören ja zum gleichen Medienunternehmen.

Jahrelange Kritik:

Roland Reichmann, Präsident von INHR, kritisiert die Jugendwohlfahrt schon seit einigen Jahren, weil die angewandten Maßnahmen in vielen Fällen vollkommen erfolglos sind und den Kindern eher noch schaden als nützen.

An zahlreichen Fällen haben wir bereits dokumentiert, dass Kinder unter „Amtsvormundschaft“ selten gedeihen und sehr oft eine kriminelle Laufbahn einschlagen und vor allem eine Zukunft ohne Perspektive vor sich haben.

Lena 15:

Der medial sehr präsenten Rene ist nach jahrelangen Versuchen der Jugendwohlfahrt inzwischen an seinem Bestimmungsort, dem Jugendgefängnis, angekommen. Doch gibt es noch andere Jugendliche, die ihre ganze Kindheit in diversen Heimen und Pflegeanstalten zugebracht haben. Mit beginnender Pubertät werden diese Kinder dann sehr eigenständig und beginnen sich gegen diese Maßnahmen aufzulehnen. Häufig werden diese bedauernswerten Geschöpfe in den Heimen geschlagen, gedemütigt, oder gar vergewaltigt. So braucht es nicht zu wundern, dass diese Kinder im beginnenden Erwachsenenalter straffällig werden und alles „zurückzahlen“ was ihnen selbst widerfahren ist.

Auch Lena 15 war seit ihrem sechsten Lebensjahr in verschiedenen Heimen untergebracht und hat ebenfalls so ziemlich alles kennen gelernt, was dort einem Heranwachsenden an Schlechtigkeit widerfahren kann. Mit 15 versenkte sie gemeinsam mit anderen Jugendlichen in Klagenfurt eine Yacht und hatte ebenfalls Kontakt zu Drogen aller Art. Als INHR zufällig auf die 15-jährige aufmerksam gemacht wurde, schalteten wir uns ein und schafften es ohne große Mühe, bei der Jugendlichen ein Verständnis für Zukunft und sinnvoller Lebensgestaltung zu erwecken.

So war Lena nach kurzer Zeit drogenfrei und hatte die feste Absicht den Hauptschulabschluss nachzumachen, damit sie anschließend eine Lehre absolvieren kann.

Wieder ein fataler Fehlschlag:

Doch daraus wurde nichts. In einer Nacht- und Nebelaktion wurde die 15-jährige mit dem Versprechen, sie könne einer Strafe wegen der versenkten Yacht entgehen, für ein Jahr nach Teneriffa gelockt, wo sie unter fachkundiger Aufsicht in einem Jahr ihr Leben ordnen und den Hauptschulabschluss nachholen sollte.

Doch weit gefehlt. Schon nach kurzer Zeit hatte Lena wieder Kontakt mit Drogen, die fachkundige Aufsicht entpuppte sich als ungeschultes Personal und so war der Fehlschlag der knapp 100.000 Euro teuren Jungendwohlfahrt-Aktion schon vorprogrammiert.

Nach einem Jahr kam das Mädchen zurück, hatte noch immer keinen Hauptschulabschluss und keine Möglichkeit ihr Leben in den Griff zu bekommen.




Sofortige Maßnahmen gefordert:

Solche Aktionen sind nicht ziel führend sind, sondern dienen nur dazu, dubiosen Jugendhilfe-Einrichtungen die Kassen zu füllen. Zwischenzeitlich hat sich schon eine gigantische Industrie aufgebaut, die immer mehr Kinder und Jugendliche in immer mehr Einrichtungen betreuen will. Immer öfter liest man von neuen Einrichtungen und Aktionen. Immer mehr selbst ernannte, schlecht ausgebildete „Fachleute“, ehemalige Drogensüchtige und kriminelle, arbeiten heute in solchen Einrichtungen und vertrauen auf große Eigenerfahrung.

Der „Miss“erfolg zeigt jedoch nur allzu deutlich, dass dringend Hilfe und strenge Kontrolle für unser krankes Jugendwohlfahrtsystem vonnöten ist.