Submitted by LittleBuddha on So, 30.09.2007 - 19:58:20

Wie Kinder in Österreich behandelt werden, zeigt ein aktueller Fall aus Frankenburg. Dort kämpft ein 15 jähriges Mädchen gegen die Abschiebung ihrer Familie. Nachdem die Polizei vor wenigen Tagen die Familie und Geschwister abholte, konnte das Mädchen untertauchen. In einem bestürzenden Brief droht das Kind nun mit dem Selbstmord, wenn sie und ihre Familie nicht in Österreich bleiben können. Die Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck hat bereits reagiert: "Wir können niemanden abschieben, der psychische Probleme hat!". Die Mutter befindet sich nach einem Nervenzusammenbruch zwischenzeitlich im Krankenhaus!

Bericht von ORF Oberösterreich!



Brief von vermisstem Flüchtlingsmädchen

Ein Brief jenes 15-jährigen Mädchens, dessen Familie vor wenigen Tagen in den Kosovo abgeschoben wurde, ist am Samstag aufgetaucht.

                

                

Brief handschriftlich unterzeichnet

Der Brief, den die Mutter am Samstag in ihrem Briefkasten gefunden habe, sei mit einem Computer geschrieben und handschriftlich von dem Mädchen unterzeichnet worden.

Kein Leben im Kosovo vorstellbar

Das Mädchen schildere in dem Brief, wie sie und ihre Familie ein sehr schönes Leben in Österreich geführt und viele Freunde gehabt hätten. Sie könne sich ein Leben im Kosovo nicht vorstellen, da sie das Land kaum kenne und dort einfach verloren sei. Sie hätten im Kosovo kein Haus, sie kenne niemanden, und außerdem hätten ihre Eltern keine Arbeit.

                

Österreich als Perspektive

Weiters steht in dem Schreiben, dass die 15-Jährige andauernd Beruhigungstropfen nehmen müsse und kaum mehr schlafen und essen könne.

"Nicht lebend der Polizei stellen"

Sie wolle eine Ausbildung machen und einen guten Beruf erlernen. Ihre weitere Perspektive sei Österreich. Das Mädchen schreibt unter anderem in dem Brief, dass sie, wenn ihre Familie nicht nach Österreich zurückkomme, sich nicht lebend der Polizei stellen werde.             

                

Alarmsignal für die Mutter

Der Brief sei für die Mutter und Freunde ein Alarmsignal, da das Mädchen besonders sensibel sei. Wo sich die 15-Jährige derzeit aufhält, weiß aber niemand.

Die Familie wurde am Mittwoch von der Polizei abgeholt und am Donnerstag mit dem Flugzeug in den Kosovo abgeschoben. Die Mutter dürfe noch bis Montag in Österreich bleiben, um zu klären, wo sich das Mädchen aufhalte.

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