Gespeichert von reichmann am Sa, 03.07.2010 - 08:50:40

Polizei LondonEin 15-Jähriger wurde in der Schule getötet. Er ist in diesem Jahr bereits der 13. ermordete Teenager in der britischen Hauptstadt. Polizei und Schulbehörden versuchen rivalisierende Gangs auseinanderzutreiben und Jugendliche zu entwaffnen.

Die Serie von tödlichen Messerstechereien unter Jugendlichen in London reißt nicht ab. Ein 15 Jahre alter Schüler wurde am Freitag auf dem Pausenhof einer Sonderschule erstochen. Er ist in diesem Jahr bereits der 13. ermordete Teenager in der britischen Hauptstadt.

Vor Unterrichtsbeginn am Morgen brach plötzlich ein Kampf zwischen Jugendlichen aus. Als die Polizei an der Sonderschule Park Campus für Schwererziehbare eintraf, lag der 15-Jährige mit mehreren Stichen blutüberströmt auf dem Boden. Im Krankenhaus erklärten Ärzte ihn für tot. Ein weiterer Teenager, der schlichten wollte, wurde mit mehreren Stichen im Arm verletzt. Scotland Yard nahm drei Tatverdächtige fest.

Schock

Augenzeugen zufolge sollen drei Männer dem 15-Jährigen in einem Wagen aufgelauert haben. Eine Lehrerin soll den Messerangriff noch mitbekommen haben - allerdings zu spät, um noch rechtzeitig zu reagieren. Schüler und Lehrer stünden nach "dieser schrecklichen Tragödie" unter Schock, sagte Schulleiter Richard Leonard.

Polizei und Schulbehörden versuchen im Süden Londons seit einem Anstieg der Teenagermorde vor zwei Jahren, rivalisierende Gangs auseinanderzutreiben und Jugendliche zu entwaffnen. Auffällige Jugendliche werden aus dem Unterricht an allgemeinen Schulen genommen. Park Campus ist die erste Sonderschule, an der 80 junge Leute wieder auf einen gewaltfreien Pfad gebracht werden sollen.

Für Aufsehen hatte zuletzt ein tödlicher Angriff im Londoner Bahnhof Victoria gesorgt. Ein Mob jagte einen 15-Jährigen mitten in der abendlichen Rush-Hour und erstach ihn. Die Polizei hat bisher 19 Teenager angeklagt. Dort kam es seither wiederholt zu Tumulten zwischen Jugendlichen und der Polizei.

apa | mn | inhr