Submitted by reichmann on So, 25.07.2010 - 18:27:43

Jugendrichterin Kirsten HeisigHeroin-Dealer wurde das dritte Mal in einer Woche erwischt. Er ist erst 11 Jahre alt.

Jugendrichterin Kirsten Heisig, die sich vor kurzem "das Leben nahm", fordert in ihrem Buch „Das Ende der Geduld“ ein hartes Vorgehen gegen ausländische Straftäter.

Berlin - Kinder und Jugendliche, die im Auftrag der arabischen Mafia Drogen verkaufen: Das ist der Trick skrupelloser libanesisch-kurdischer Großfamilien, die in Berlin mit Heroinhandel ein Vermögen verdienen. In dem in diesen Tagen erscheinenden Buch „Das Ende der Geduld“, geschrieben von der Jugendrichterin Kirsten Heisig († 48), warnt die Autorin vor einer dealenden Kinderarmee, der der Staat hilflos gegenübersteht. Übertriebene Panikmache? Leider nicht. Es ist bittere Wahrheit. Gestern meldete die Polizei: „Zwei bereits polizeibekannte elf- und zwölfjährige Jungen sind gestern am U-Bahnhof Schönleinstraße ergriffen worden. Sie hatten versucht, mit Rauschgift zu handeln.“



Bereits letzte Woche gingen die beiden arabisch-stämmigen Kinder den Ermittlern ins Netz, hatten die jungen Dealer verkaufsportionierte Heroinkügelchen im Mund. Der 11-Jährige wurde erst zwei Tage zuvor schon einmal beim Dealen erwischt - und wieder entlassen. Denn Kinder unter 14 Jahren sind nicht strafmündig.



Diesen Umstand nutzen die Banden kurdisch-libanesischer Herkunft für ihre Zwecke. Heisig geht davon aus, dass „die arabische Drogenmafia (...) aus palästinensischen Flüchtlingslagern Kinder und Jugendliche nach Deutschland schleust“. In Beirut würden sie in Flugzeuge gesetzt, müssten ihre Pässe bei Schleusern abgeben und meldeten sich bei der Einreise als staatenlos und asylsuchend. Hier werden sie dann „mit den Regeln vertraut: wer wo was und für wie viel verkaufen darf, wo man die Ware erhält, wer den Erlös behält“.



Zumindest einer der beiden jetzt beim Heroinhandel erwischten Kinder lebt offiziell in einem Heim für elternlose Kinder in Zehlendorf. Zum Dealen kommt er aber scheinbar problemlos nach Neukölln. Sogar nachdem die Polizisten ihn zweimal bei den Betreuern abgeliefert und auf die Vorfälle hingewiesen hatten. Dieses Phänomen beschreibt Heisig ebenfalls in ihrem Buch: „Ich habe in Heimen angerufen, weil mir auffiel, dass ich Jugendliche wegen Heroinhandels verurteilt hatte, die sich eigentlich weitab von Berlin aufhalten sollten. Die Mitarbeiter erklärten mir (...) ihre Einrichtung sei offen. Jeder könne kommen und gehen, wann er wolle.“



Wie kann der deutsche Staat das Problem mit den Kinder-Dealern in den Griff bekommen? Heisig sieht nur zwei Möglichkeiten: „Entweder man nimmt all diese Kinder (...) auf. Dann ist der Staat aber auch verpflichtet, sie den arabischen Familien zu entziehen, denn ansonsten blüht die entsprechende Kriminalität. Oder man kontrolliert die Einreise stärker.“



Bei den Beamten, die Tag für Tag auf die Jagd nach den Kinder-Dealern gehen, macht sich Frust breit. „Wir haben denselben Dealer dreimal in nur einer Woche erwischt. Und nichts passiert, gar nichts. Das macht einen einfach nur fassungslos“, sagt ein Ermittler.