Gespeichert von reichmann am Do, 14.08.2008 - 17:29:22

EHRE neue Partei in ÖsterreichFernab vom Wahlkampfgetöse der politischen Großparteien, formieren sich nun die „Elite-Väter“, eine Gruppierung, die vor gut zwei Jahren in Wien entstand. Damals, schicksalhaft berichtend am Gasthaustisch, waren die Ziele noch weit gesteckt. Heute kann die „Elite“ nach eigenen Angaben ein operatives Qualitätsmanagement für die verstaubende Justiz vorweisen. So zumindest skizziert sich ihr Kampf ums Kind, den ihre Frauen schon längst gewonnen haben wollen.

Sie sind Besserverdiener, unter ihnen Projektmanager, Bankiers, Ärzte und leitende Angestellte der IT-Branche. Ihre Gegner sehen sie gerne als Demagogen, Querschläger, Väter, die nicht selten bei Gericht Hausverbot erhalten, wenn sie ihren Anliegen höchst persönlich eine Stimme geben.

Nun gehen die vermeintlichen Demagogen selbst auf Stimmenfang, denn ihr Anliegen sind unsere Kinder. Mit ihnen ein schlagkräftiges Konzept, als Hoffnungsträger für ausgewogene Scheidungswillige. Mitunter könnte nach Ansicht eines Mitstreiters der gerichtlich bestellte Kollisionskurator alle Defizite in die Hand nehmen. Bezahlen müssten freilich die konfliktgeladenen Eltern selbst, und das Kind? Bis zur Klärung aller Ansprüche, Besuchsrechte und sonstigen juridischen Indifferenzen, soll der Nachwuchs bepackt mit Pflegepersonal in der elterlichen Wohnung alleine zurückbleiben und den Wahlkampf seiner Eltern aus der Ferne betrachten. Entscheiden wird nach wie vor das Pflegschaftsgericht, basierend auf dem Bericht des Kollisionskurators und allenfalls notwendiger Gutachten. Selbstverständlich gehen die Wahlhelfter alle drei Jahre auf Schulung. Die Richterschaft selbst soll mit eigens entwickelten Testverfahren auf demokratische Werte geprüft werden.

Die Mutmaßungen der 20 – 30 Think-Tanks dieser elitären Väterriege sind keineswegs weit hergeholt, denn jede 2. Ehe wird in Österreich geschieden, in über 100 Fällen pro Jahr sind Kinder dem erbitterten Rosenkrieg ihrer Eltern hilflos ausgesetzt, verbringen teils Jahre im Erziehungsheim, während Mama und Papa die Gerichtsbarkeit beschäftigen. Über 1000 Kinder werden schließlich Jahr für Jahr ein Fall für die Fürsorge, wenn das Recht auf Vater und Mutter außergerichtlich keine Einigung findet.

Ein Vater aus der Wiener Denkfabrik weiß warum »Spätestens nach drei Jahren geben die meisten Väter auf. Nicht ohne Grund verbleiben nach einer Trennung der Eltern die Kinder zu 90 % bei der Mutter«

Doch Österreichs Männerpartei ist keinesfalls die erste denkende Väter Elite. Seit Jahren kämpferisch gibt sich auch der Linzer Familienrechtler Dr. Günter Tews, der, wie es scheint, allerdings kommerzielle Interessen verfolgt.

Ein wichtiger Punkt, in dem sich die „EhRE-Partei“ von bisherigen Väterbewegungen unterscheiden will, wie ein Mitglied erklärt »Wir wollen eine Revolution der Intelligenz. Deshalb sind unsere Mitglieder, im Fokus die Justiz geschädigten Väter, mit Spezialwissen ausgestattet, das wir anderen Vätern gerne weitergeben, solange das Kind im Mittelpunkt steht«

Gespeichert von männerpartei am/um Do, 08.09.2016 - 02:26:21

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Nur eine kleine Korrektur: Die Liste EhRE ist keine Partei, sondern eine Gruppierung, die daran gedacht hat, eine Liste zur Wahl aufzustellen. Es gibt allerdings tatsächlich eine Männerpartei: http://maennerpartei.at

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Zu diesem Thema gibt es jetzt eine Podiumsdiskussion:

"Ich bin Vater. Und ich will meine Kinder sehen." Diese Botschaft war im Dezember 2008 auf 15 großen Plakaten in Linz zu sehen. Die verzweifelte Aktion eines liebenden Vaters soll seinen Kindern zeigen, daß er sie nicht vergessen hat, und auf die Probleme bei der Durchsetzung von Besuchsrechten hinweisen. Aber sind Väter überhaupt Besucher? Welche Rechte haben Väter, die sich jahrelang im Haushalt um ihre Kinder gekümmert haben? Die Antwort der Ämter und Gerichte lautet meistens: Das Kindeswohl muß im Vordergrund stehen. Steht das Kindeswohl im Gegensatz zu Väterrechten? Oder können sich das Kindeswohl und das Recht der Väter auf ihre Kinder ergänzen?

Diese Fragen diskutieren:
Mag. Doris Täubel-Weinreich, Vorsitzende der Vereinigung der Familienrichter
Dipl. Ing. Oliver Peter Hoffmann, Vorsitzender der Männerpartei
Martin Stiglmayr, Vorsitzender des Vereins Väter ohne Rechte
Norbert Grabner, stellvertretender Vorsitzender des Vereins Vaterverbot
Mag. Angelika Lebrun, Französische Botschaft in Österreich (angefragt)

Moderation:
Mag. Robert Marschall, Herausgeber des Stadtmagazins Wien-konkret.at

Eingeladen sind Väter, Mütter, Kinder, Grosseltern, neue Lebenspartner geschiedener Eltern und Alle, denen eine gleichberechtigte Partnerschaft und die Zukunft unserer Kinder am Herzen liegt.

Ort: Restaurant "zum Feinsten", Margaretenstraße 166, 1050 Wien
Zeit: 8. Jänner 2009, ab 19 Uhr

Veranstalter:
Männerpartei "Für Männerrechte und wahre Gleichberechtigung" http://maennerpartei.at/
in Kooperation mit den Vereinen "Väter ohne Rechte"
http://www.vaeter-ohne-rechte.at/
und Vaterverbot
http://vaterverbot.at/

für Rückfragen: 0676-4067794
Flugblatt auf http://maennerpartei.at/ : Bitte an Interessierte weiterleiten!