Gespeichert von LittleBuddha am Fr, 25.07.2008 - 21:08:03
  Wegen schweren sexuellen Missbrauchs ist am Freitag ein 54-jähriger
Mann in Innsbruck zu einer neunjährigen Gefängnisstrafe - nicht
rechtskräftig - verurteilt worden. Der Mann hatte seine Stieftochter
jahrelang missbraucht.

Jahrelang missbraucht

Jahrelang soll der sexuelle Missbrauch der Stieftochter gedauert haben. Die Familie lebte damals mit drei Kindern auf einer Farm in Irland.

In der Zeit zwischen ihrem 12. und 15. Lebensjahr habe sie ihr Stiefvater missbraucht, berichtete das Opfer aus einem Nebenzimmer, das über Video mit dem Gerichtssaal verbunden war und bestätigte damit ihre Aussagen, die sie bereits mehrfach vor der irischen Polizei gemacht hatte.


Mehrere Abtreibungsversuche erfolglos

Aufgeflogen ist der Fall im Jahr 2001. Monate zuvor war die Stieftochter schwanger geworden, Abtreibungsversuche durch den Angeklagten blieben erfolglos - mehrfach habe sie ein Gebräu mit Wein trinken müssen, so die heute 20-Jährige.

Stiefvater flüchtete nach Tirol

Als die irischen Behörden wegen der Schwangerschaft der damals Minderjährigen auf den Fall aufmerksam wurden, flüchtete der Stiefvater mit seiner Frau - ohne Kinder - nach Österreich und landete in Tirol. Deshalb wurde ihm in Innsbruck der Prozess gemacht.

Angeklagter bestreitet Vorwürfe

Der 54-jährige Angeklagte, ein gebürtiger Ostösterreicher, wies die Vorwürfe vor Gericht zurück. Auch seine Frau, die Mutter des Opfers hält zu ihm. Obwohl ein DNA-Test eindeutig ergeben hat, dass der 54-Jährige der Vater des Kindes ist.

Sein Sperma müsse über das Badewasser oder über ein Handtuch übertragen worden sein, rechtfertigte sich der Beschuldigte.

                

Der Gerichtsgutachter stellte das aber de facto als nicht möglich hin. Dem folgt das Gericht. Es sprach den 54-Jährigen schuldig und verurteilte ihn zu neun Jahren Gefängnis. Wegen Fluchtgefahr wurde er sofort in U-Haft genommen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Quelle: ORF