Gespeichert von reichmann am Di, 12.06.2012 - 13:57:26

Kindergarten KitaKostenloser Kindergarten für alle, mindestens 30 Prozent der unter 3-Jährigen müssen einen Kindergartenplatz haben, damit die weitere Entwicklung funktioniert und die Kinder optimale Chancen im weiteren Leben haben. Mit dieser Begründung verkaufen uns Politiker die Vorhaben, die letztlich die Familie restlos zerstören und vor allem Frauen in die Lohnsklaverei treiben.

Wahlfreiheit und Frühförderung sind oberstes Gebot, Frauen müssen endlich aus der Umklammerung der veralteten Familienstrukturen befreit werden, Frauen müssen reale Chancen zur Selbstverwirklichung bekommen. So verkaufen heute Politiker die von der EU bereits 2002 beschlossene und auch von Österreich mittlerweile unterschriebene Verordnung, dass Kinder bereits ab 2 Jahren in staatliche Betreuung übergeben werden müssen. Politiker gaukeln dem Bürger vor, dass es für Kinder sehr wichtig sei, möglichst früh in staatliche Betreuung zu kommen, damit unsere Kinder besser integriert und auf die Schule vorbereitet werden können.

Mit Wahlfreiheit hat das nichts zu tun, sondern ist bereits beschlossene Sache, die bis längstens 2015 gesetzlich umzusetzen ist.

 

Experten warnen vor der Zerstörung der Kinder

Kinder bis zum Alter von zumindest 4 Jahren fühlen sich nur in kleinen Gruppen wohl und können sich in größeren Gruppen mit dauernd wechselnden Bezugspersonen gar nicht zurecht finden. Schon in diesem Alter kommt es bei den Kindern zu gravierenden Entwicklungsschäden, die sich später in Auffälligkeiten, wie Gewalt, Egoismus, fehlende Anpassungsfähigkeit und auch antisozialem Verhalten äußern.

Sind solche Störungen einmal aufgetreten, ist es sehr schwierig diese wieder in den Griff zu bekommen. Langwierige, teure Therapien sind vonnöten, doch fehlt es allerorten am Geld und so erleben wir immer häufiger die Auswüchse dieser Fehlentwicklung. Stalking bereits im Kindergarten, brutalste Übergriffe bereits im Volksschulalter sind schon an der Tagesordnung und alle fragen sich wie kommt es zu dieser Entwicklung. Fernsehen, Computerspiele und sogar falsche Erziehung und fehlende Förderung im Elternhaus, werden gerne als Begründung herangezogen. Die Eltern sollen erkennen: Wir sind unfähig und es ist besser, die Kinder in öffentliche Einrichtungen zu geben.

Das mag in einzelnen Fällen auch stimmen, dass Eltern ihre Erziehungs- und Förderaufgaben nicht ausrechend wahrnehmen. Doch sind das Einzelfälle und die Mehrheit der Eltern machen ihre Sache gut.

Experten kennen den Grund für diese fatale Fehlentwicklung unserer Kinder: Die frühe Unterbringung außerhalb der Familie, die Unterbringung in zu großen Gruppen, wechselnde Bezugspersonen, das sind die wahren Ursachen für die Fehlentwicklung unserer Kinder. Warum werden diese Experten nicht ernst genommen, warum reagieren die Politiker nicht?

Barcelona-Ziele der EU

Die Politiker haben einen guten Grund uns anzulügen und uns die Wahrheit zu verheimlichen. Es geht in Wahrheit um die Umsetzung der - längst beschlossenen - Barcelona-Ziele auf dem Gebiet der Betreuungseinrichtungen für Kinder im Vorschulalter. Bereits im März 2002 ist der Europäische Rat in Barcelona zusammengetreten und richtete folgende Forderungen an die Mitgliedstaaten: „Die Mitgliedsstaaten müssen alle Hemmnisse beseitigen, die Frauen an einer Beteiligung am Erwerbsleben abhalten, und bestrebt sein, nach Maßgabe der Nachfrage nach Kinderbetreuungseinrichtungen und im Einklang mit den einzelstaatlichen Vorgaben für das Versorgungsangebot bis 2010 für mindestens 90 % der Kinder zwischen drei Jahren und dem Schulpflichtalter und für mindestens 33 % der Kinder unter drei Jahren Betreuungsplätze zur Verfügung zu stellen“.

Diese „Barcelona-Ziele“ sind ein integraler Bestandteil der Europäischen Wachstums- und Beschäftigungsstrategie. Sie sollen die Beschäftigungsrate junger Eltern, insbesondere der Frauen, erhöhen und zu mehr Gleichheit zwischen Frauen und Männern beitragen.

Keine Rede von Förderung der Kinder, kein einziges Wort über die gepriesene pädagogische Frühförderung. Diese Forderung zielt einzig und allein auf das Wachstum der Wirtschaft ab und nicht auf die Förderung unserer Kinder. Kinder sollen möglichst früh aus den Familien genommen werden, damit beide Eltern arbeiten und somit die Wirtschaft ankurbeln. Wie ist eine solche Forderung umsetzbar, wenn derzeit alle EU-Länder ungeheure Zahlen von Arbeitslosen aufweisen?

Die einzig mögliche Erklärung ist eine weitere Verschärfung am Arbeitsmarkt, drastische Erhöhung der Teilzeitarbeit und Lohndumping über „freiwillige“ unbezahlte Überstunden, zum Nutzen der Konzerne, die so zu noch billigeren Arbeitskräften kommen. In vielen Bereichen der Wirtschaft haben sich die Teilzeit-Jobs drastisch erhöht, immer mehr Arbeitskräfte werden in dubiose Arbeitszeit-Modelle hineingedrängt. Davon profitieren ausschließlich die Arbeitgeber, Steuern werden kaum bezahlt, weil die notwendigen Freigrenzen nicht überschritten werden. Dem Staat entsteht dadurch ein enormer Schaden, der auch durch Werbeeinnahmen für Inserate und anderer Zuwendungen an parteinahe Organisationen wohl kaum wettgemacht werden kann.

Finanzierung auf Kosten anderer

Die Umsetzung dieser Forderung verursacht natürlich enorme Kosten. Kindergärten müssen ausgebaut, Plätze sonder Zahl müssen zusätzlich errichtet werden. Der Bund hat deshalb an die Länder bereits große Summen bezahlt und auch die EU hat bereitwillig Geld an die einzelnen Staaten ausgezahlt. Doch woher kommen diese Gelder?

Dazu liest man in dem Papier, dass im Zeitraum 2007-2013 schätzungsweise eine halbe Milliarde Euro aus den Strukturfonds und dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums für den Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen bereitstehen, während 2,4 Milliarden Euro für Maßnahmen aufgewendet werden können, die Frauen den Zugang zur Beschäftigung erleichtern und die Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben fördern, wozu auch die Bereitstellung von Kinderbetreuung zählt.

Die Umsetzung wird durch Gelder aus den Strukturfonds und dem Landwirtschaftsfonds finanziert, die eigentlich für die Erhaltung des ländlichen Raumes und der kleinen Bauern verwendet werden sollte.

Nun wird klar, warum über solche Maßnahmen von Politik und Medien verschwiegen werden. Die Zerstörung der Familien wird vorangetrieben, bezahlt mit Geld, dass kleinen Landwirten und auch abgelegenen Regionen weggenommen wird. Damit wird das Sterben der landwirtschaftlichen Klein-Betriebe und die Entvölkerung ganzer Regionen massiv beschleunigt. Somit entsteht zweifellos eine Win-Win-Situation, fragt sich nur für wen.

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