Submitted by LittleBuddha on Do, 30.08.2007 - 15:32:01

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Seit vergangenem Dienstag sind nicht nur österreichische Medien im „Wiener Kannibalen Mord“ um Aufklärung bemüht. Sogar der amerikanische Nachrichtensender CNN berichtet ausführlich über den 19 jährigen Robert A. und seine schreckliche Bluttat im 15. Wiener Gemeindebezirk.

Jetzt sitzt Robert A. in einer Einzelzelle, mit einem Bett samt Videoüberwachung. Damit soll verhindert werden, dass sich der Tatverdächtige etwas antut, wird seitens der Justizanstalt Josefstadt erklärt.

Breits mit 12 Jahren wurde Robert, Sohn einer gebürtigen Deutschen, zum Heimkind. Das Jugendamt der Stadt Wien war auf den Fall aufmerksam geworden, nachdem sich ein Arzt und die Mutter selbst dort vorstellig gemacht haben. Unzählige Heimaufenthalte sollten Hilfestellung geben, doch geblieben ist ein psychiatrisch kranker Mensch mit paranoider Schizophrenie, wie Fachleute den Akutzustand von Robert A. beschreiben.

Für einen Insider des Magistrat 11, jener Abteilung die für schwererziehbare Kinder und Jugendliche in der Bundeshauptstadt verantwortlich zeichnet, keine Neuheit »Unsere Sozialarbeiterinnen sind seit Jahren überlastet und es gibt in Österreich kein adäquates Hilfesystem. Da hinken wir dem Ausland eindeutig nach«

Auch Robert A. war in Betreuung des Magistrat 11 und der armselige Obdachlose Rudolf S. (49) musste wahrscheinlich gerade deshalb sein Leben lassen. Peter Pantucek hat bereits 2005 die Frage „Jugendwohlfahrt neu erfinden?“ öffentlich gemacht. Der Sozialwissenschaftler gibt damit Anlass zur Kritik. Demnach müssen die Kinder und Jugendlichen als wertschätzende Klientel betrachtet werden, das im Moment nicht der Fall ist.

Experten wie der Kinder- und Jugendpsychologe Dr. Rolph Wegensheit warnen seit langem vor den Spätfolgen einer unqualifizierten Therapierung und medikamentösen Dauerverabreichung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie »Verwendete Psychopharmaka sind in erster Linie für den Einsatz bei Erwachsenen bestimmt. Das menschliche Gehirn prägt sich bis zum 26. Lebensjahr aus. D.h. Kinder und Jugendliche müssen durch ein engmaschiges Helfersystem sowie modernsten Therapiemöglichkeiten behandelt werden. Im Fall von Robert dürfte die Zeitbombe durch den Kannibalen Mord nun explodiert sein und offenbar wollte niemand das Ticken wahrnehmen«

In Wien werden derzeit 155 Kinder und Jugendliche stationär an der Psychiatrie behandelt. Mit einem neuen Modellversuch sollen die Betroffenen ehest möglich in ihre Wohngruppen zurückkehren und eine ambulante Therapierung stattfinden.

Im Fall von Robert A., er schweigt nach wie vor zu seiner Bluttat, späte Erkenntnisse. Für den Kinderpsychologen jedoch klare Norm »Sobald ein Kind das Spital verlassen kann, schicken es die Ärzte heim zu Vater und Mutter. Die häusliche Pflege ist immer noch die Beste. So sollte es auch in der Kinder- und Jugendpsychiatrie funktionieren, natürlich mit angepassten Spielregeln«

Für den Insider des Magistrat 11 der Stadt Wien bestätigende Worte »Ich würde mir wünschen, wenn wir mehr Rückführungen zum Herkunftssystem und bessere Erfolge vorweisen könnten«

Während die Arbeitsgemeinschaft Jugendwohlfahrt um Beschwichtigung und Neuordnung bemüht ist, häufen sich Fälle ausrastender Kids, die mehr und mehr im Kinderheim oder SOS Kinderdorf außer Kontrolle geraten, sich aus dem Staub machen, oder Mitmenschen gefährden, wie jüngst der Fall zweier Jugendlicher vom Franz-Staufer-Hof in Oberösterreich (das Nachrichtenmagazin Xlarge hat ausführlich berichtet!) zeigt. Gegenüber dem Nachrichtenmagazin Xlarge war man seitens der verantwortlichen Fürsorge zu keiner offiziellen Stellungnahme bereit.

Quelle: Nachrichtenmagazin Xlarge

Ich befürchte, dass die gesamte Jugendwohlfahrt ein Sammelsurium von Pseudo-Wissenden ist. Wird zwar viel probiert, doch Rezepte, oder gar Erfolge hat in Wahrheit keiner. Und wie aus der aktuellen Berichterstattung zu erkennen ist, ist auch weg.ev kein Weg, obwohl ungeheure Geldsummen verprasst worden sind. Als überzeugendes Negativ-Beispiel soll hier auch Lothar Kannenberg mit seinem Pseude-Box-Heim nicht unerwähnt bleiben. Auf die Frage nach seinen Erfolgen konnte er nach nunmehr zehn Jahren auch mit keinerlei Zahlen und Fakten aufweisen. Völlig unerwähnt in diesem Zusammenhang bleiben freilich auch die fianziellen Zuwendungen, die in dieser Zeit kassiert worden sind. Bleibt die Frage, wie lange der mündige Bürger da noch zuschauen wird.