Gespeichert von LittleBuddha am Mi, 30.05.2007 - 12:13:04

Jugendamt MissbrauchVielemale haben wir über Lena (15) aus Klagenfurt berichtet. Sie lebt seit September 2006 in einer Pflegefamilie (die Pflegepersonen verfügen über keinerlei Ausbildung!) auf Teneriffa. Dort hat sie ein deutscher Journalist beim Boden wischen und Fenster putzen im Hotel der Pflegeeltern wiedergefunden. Da sich ihr Bruder um sie kümmern wollte und die Landesregierung von Kärnten unter der amtsbekannten SPÖ Mandatarin Christine Gaschler Andreasch etwas dagegen hatte, musste Lena tausende Kilometer verschleppt werden. Nun berichtet ein 13 jähriges Mädchen aus Deutschland, sie hat ein ähnliches Schiksal wie Lena erlebt, über ihre Erfahrungen mit Jugendamt, Pflegschaftsgericht und dem sehnlichsten Wunsch bei ihrer Mutter leben zu dürfen in einem beeindruckenden Videoreport, nachdem die 13 jährige bereits einen Suizidversuch unternehmen wollte!

Joana hat viele Geschwister und fristet seit ihrem 8. Lebensjahr die Kinderheit in verschiedenen Heimen. Zuletzt war Joana in Ahneby bei Flensburg untergebracht und dort zum Konsum von Drogen wie Haschisch angeleitet worden. Die zuständigen Erzieher haben mit den Kids nichts unternommen und den ganzen Tag rauchend im Büro verbracht.

Als Joana abhaut und zu ihrer Mutter nach Hamburg flüchtet, wird sie von Erziehern des Heim samt 7 Polizisten dort wieder abgeholt. Am Hals gepackt und mit Handschellen versehen, schreiend vor ihrer kleinen Schwester, zerrt die Exekutive das Kind unter menschenunwürdigen Vorgehensweisen, die Bilder erinnern uns an den kleinen Christian aus Salzburg, ins Polizeiauto.

Zurück im Heim haut Joana wieder ab zu ihrer Mutter. Wieder steht die Polizei vor der Türe. Das Mädchen ist krank, hat starke Halsschmerzen, weshalb Joana ins Krankenhaus kommt. Dort platziert man allerdings einen Polizisten vor der Zimmertüre, als wäre Joana kein Kind sondern eine Schwerverbrecherin.

Nun sucht das zuständige Jugendamt Hamburg Bergedorf nach einer Endlösung. Wie in Österreich, werden auch in Deutschland Kinder und Jugendliche im Rahmen einer jugendwohlfahrtsrechtlichen Maßnahme im EU Ausland platziert. In sogenannten Clearingstellen werden die Kinder gefügig gemacht, wobei Psychopharmaka nicht selten zum Einsatz kommen. Offiziell spricht man davon, dass die Kinder ein Selbstwertgefühl brauchen, sich neu sozialisieren müssen und gerade Kinder die oft aus Heimen und sozialpädagogischen Wohngruppen abhauen, besonders gut für derartige Projekte geeignet sind.

Wie im Fall der 15 jährigen Lena aus Klagenfurt, werden die Kinder nicht selten mit Drogen, Gewalt und desaströsen Missständen konfrontiert. Die Pflegeeltern haben keine Ausbildung und die Sprachbarrieren führen nicht selten zur Eskalation. Ein derartiger Platz kostet für ein österreichisches Kind rund Euro 220,00 am Tag, bezahlt vom Steuerzahler, da die Eltern diese Kosten in der Regel gemäß Jugendwohlfahrtsgesetz mangels Vermögen nicht ersetzen können.

Zu den Helfern der Jugendämter gehören nicht selten Vereine wie der deutsche Verein Weg-EV. Auch dieser Verein betreibt in Italien ein Clearingcenter und ist für die Unterbringung der 15 jährigen Lena aus Klagenfurt in Teneriffa verantwortlich. Nachdem das Int. Network of Human Rights über diese Vorgänge bereits vergangenes Jahr kritisch berichten konnte, dankten es die Verantwortlichen mit der behördlichen Vereinsauflösung.

Das nunmehrige Video der Organisation CEED beweist eindrucksvoll wie Jugendämter, Pflegschaftsgerichte und nicht zuletzt der Staat selbst mit unseren Kindern umgehen. Der Journalist Stephan Pfeifhofer plant zudem eine weitere Enthüllungsstory über die Organisation SOS Kinderdorf Österreich und die Vorgänge in der Österreichischen Jugendwohlfahrt, an der die SPÖ Politikerin und Leiterin der Kärntner Jugendwohlfahrt, Christine Gaschler-Andreasch, nicht unbeteiligt ist!



Weiterführende Links:

Interview mit Joana