Gespeichert von LittleBuddha am Mo, 24.09.2007 - 11:21:47

SOS-KinderdorfNaturgemäß spricht man bei SOS Kinderdorf Österreich keinesfalls von Missständen und wer als Außenstehender dieses wagt, riskiert eine Klage von SOS Kinderdorf Anwalt Dr. Helfried Penz - natürlich mit SOS Kinderdorf Spendengeldern. In Telfs in Tirol haben sich zwei Mädchen im Alter von 13 und 17 Jahren bewusstlos getrunken.

Saufen bis zum Umfallen ist in sogenannten sozialpädagogischen Wohngemeinschaften der Fürsorge keine Seltenheit. Im Kinderheim Lebensraum Heidlmair GmbH Kremsmünster/Oberösterreich hat eine Alko Party sogar zum Gefängnisaufenthalt geführt.

Sind Eltern mit ihrem Nachwuchs überfordert, kümmert sich in der Regel das Jugendamt um die Minderjährigen Österreicher. Frust bleibt dabei selten aus, betrachte man die anhaltenden Missstände in derartigen Heimen bis hin zu SOS Kinderdorf und damit verbunden, die überarbeiteten Burn-Out Sozialarbeiterinnen in den Jugendämtern.

Nicht selten zeigen sich die Betreuer überfordert, wie zuletzt bei der Lebensraum Heidlmair GmbH in Kremsmünster, nachdem sturz betrunkene Burschen auf ihre Erzieherinnen einschlagen wollten. Geendet hat das Saufgelage im Zuchthaus von Steyr.

Nun macht ein weiterer Fall von Komasaufen auf sich aufmerksam. Im Jugendheim von SOS Kinderdorf in Telfs sollen sich am vergangenen Samstag zwei Mädchen im Alter von 13 und 17 Jahren mit "Wodka" und "Saurer Apfel" schlichtweg bewusstlos getrunken haben.

Als die Polizei kurz vor Mitternacht eintraf, wurden die Jugendlichen vom Notarzt bereits erstversorgt. Wie die Heimzöglinge zu den Spirituosen gelangt sind und welches Motiv für das Komasaufen gegeben war, ist offiziell bis dato unklar. Der Enthüllungsjournalist Stephan Pfeifhofer kennt allerdings die Beweggründe dieser Jugendlichen, die von Frust und Perspektivlosigkeit getrieben werden. Er recherchiert bereits seit Jahren im Fürsorgewesen und hat unter anderem den Missbrauch mehrerer Mädchen in einem Vorarlberger Kinderdorf aufgedeckt.

"Die Kinder leben meist hunderte Kilometer von ihren sozialen Kontakten und der Herkunftsfamilie entfernt. So z.B. kommen Kinder aus Wien nach Tirol und umgekehrt. Nur selten kann ein Kind im gleichen Bundesland bleiben, wenn es von der Jugendwohlfahrt fremd untergebracht werden soll", sagt der Investigativ Reporter gegenüber INHR.

Für die beiden Mädchen aus dem SOS Jugendheim in Telfs heißt es vorerst einmal ausschlafen, denn ansprechbar waren die Kids bis dato nicht.

Diese arme Mädchen, was wird sie wohl zu solch einer schlimmen Tat getrieben haben. Lieber Herr Reichmann! Sie haben eben einfach gutes Gespür für diese ganzen Missstände. Wenn wir Sie nicht hätten, ja dann wäre die Welt noch viel viel schlimmer. Bitte decken Sie weiter auf und zeigen Sie den verantwortungslosen Menschen das es so nicht geht!