Submitted by reichmann on Fr, 21.03.2014 - 10:32:34

SOS Kinderdorf

Auf einer Griechenland-Reise ist es von Jugendlichen zu Übergriffen auf einen Elf- und einen Zwölfjährigen gekommen, die Staatsanwaltschaft Klagenfurt und Salzburg ermitteln.

Auf einer Griechenland-Reise von SOS-Kinderdörfern aus Kärnten und Salzburg soll es im Sommer zu sexuellen Übergriffen auf Kinder gekommen sein. SOS-Kinderdorf-Sprecher Viktor Trager bestätigte einen Bericht in der Kleinen Zeitung vom Donnerstag. Die beiden Opfer sind ein elfjähriger und ein zwölfjähriger Bub. Bei den mutmaßlichen Tätern handelt es sich um drei Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren, ebenfalls Betreute der SOS-Kinderdörfer.

Gegen die drei wird von den Staatsanwaltschaften Klagenfurt und Salzburg wegen Vergewaltigung ermittelt. "Gegen einen Betroffenen wurde das Verfahren wegen fehlender Zurechnungsfähigkeit eingestellt", sagt Helmut Jamnig, Sprecher der Staatsanwaltschaft Klagenfurt. Die anderen beiden Verfahren sollen mit außergerichtlichen Tatausgleichen eingestellt werden. Täter und Opfer wurden von SOS-Kinderdorf in unterschiedlichen Einrichtungen oder zumindest in getrennten Gruppen untergebracht. Alle Beteiligten werden psychologisch betreut.

Pädagogen dienstfrei gestellt

Insgesamt hatten an der zehntägigen Reise elf Kinder bzw. Jugendliche und zwei Betreuer teilgenommen. Ein Opfer vertraute sich nach der Reise einer Betreuerin zu Hause an. Die beiden Pädagogen, welche die Reise begleitet hatten, wurden nach Aufkommen der Vorwürfe dienstfrei gestellt. Sie arbeiten nicht mehr für die Kinderdörfer, weil sie sich nach Ansicht des Arbeitgebers nicht richtig verhalten hätten. Ermittlungen gegen sie wurden eingestellt. Opfer-Anwalt Bernd Auer - er vertritt den Zwölfjährigen - findet das nicht richtig und fordert weitere Ermittlungen. Auch den außergerichtlichen Tatausgleich für die Jugendlichen lehnt er ab.

Offenbar sind die privaten Einrichtungen der Jugendwohlfahrt nicht in der Lage, die Probleme in den Griff zu bekommen.

APA | INHR

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