Gespeichert von reichmann am Mi, 07.02.2007 - 23:50:07

Was in Deutschland passiert, ist auch in Österreich möglich, wie unzählige Fälle, die sich bei INHR stapeln, eindrucksvoll belegen. Erst kürzlich berichtete INHR über den Fall eines Babys aus Niederösterreich, dessen Großmutter nun die Obsorge beantragen will.

ARD zeigt anhand von drei Familien aus Deutschland, wie zu oft "fälschlicher weise" Kinder abgenommen werden. Dabei spielen Verleumdung, falsche Diagnosen und Suggestive Befragungen von Kindern nicht selten zu einer verheerenden und nie mehr wieder gut zu machenden Zerstörung von Familien.

Cathérine Menschner begleitet in ihrem Film Eltern, die gegen Behördenwillküre kämpfen. Auch in Österreich ist derzeit ein Filmprojekt in Arbeit und Betroffene können sich an die Redaktion von XlargE Investigativ TV wenden - Email: redaktion@xlarge.at - Der Journalist Stephan Pfeifhofer recherchiert bereits seit Jahren "Investigativ" im Jugendwohlfahrtswesen!

Jedes Jahr werden in Deutschland Tausende von Kindern aus ihren Familien genommen und in Kinderheimen untergebracht. Die Gründe hierfür sind unterschiedlich. Sie reichen von Vernachlässigung über sexuellen Mißbrauch bis zu schwersten körperlichen Misshandlungen. Manchmal geht die Unterbringung in ein Heim auch auf den Wunsch der Kinder selber zurück. Die Entscheidung der zuständigen Jugendämter sollte sich dabei immer am so genannten Kindeswohl orientieren. Doch bevor die "Herausnahme" aus der Familie geschieht, sollte laut Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) eine intensive vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Familien und Jugendämtern stattfinden. Dazu kommt es allerdings oft nicht. Und es immer wieder passiert, dass Kinder fälschlicherweise aus Familien gerissen werden. Verleumdungen, falsche Diagnosen, suggestive Befragung von Kindern führen nicht selten zu falschen Rückschlüssen. Die Folgen sind meist traumatisch für Kinder und Eltern.

Diesen Alptraum erlebten auch Peggy und Steffen aus Berlin. An einem Freitagnachmittag holten Mitarbeiter des Jugendamtes ihre fünfjährige Tochter Katharina aus dem Kindergarten ab und brachten sie in ein Kinderheim. Eine Kindertherapeutin glaubte aus dem Spiel mit Puppen sexuellen Missbrauch durch die ganze Familie erkannt zu haben. Das Familiengericht ordnete auf Veranlassung des Jugendamtes die sofortige Einweisung in ein Heim an, ohne Kind oder Eltern je gesehen zu haben. Danach begann für Peggy und Steffen eine qualvolle Odyssee durch die Instanzen, um ihre Tochter wieder zu bekommen. Der Film begleitet diese und zwei weitere Familien beim Kampf um ihre Kinder.



Quelle: www.daserste.de