Gespeichert von LittleBuddha am Mo, 24.09.2007 - 16:33:35

Feldkirch - Der Prozess gegen den 63-jährigen Ehemann einer
Kinder­dorfmutter, der sich über Jahre hinweg an mindes­tens sechs
Mädchen ver­gangen haben soll, ist vertagt worden. Der Prozess findet
unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Weil er in seiner eigenen Kinderdorf-Familie über Jahre hinweg mindestens sechs Mädchen sexuell missbraucht haben soll, muss sich am Montagnachmittag (Prozessbeginn: 14.00 Uhr) ein 63-jähriger Mann einer Kinderdorfmutter am Landesgericht Feldkirch verantworten.

Der Angeklagte ist teilgeständig, ihm drohen bei einer Verurteilung bis zu zehn Jahre Haft.

Angeklagt ist der Mann neben des schweren sexuellen Missbrauchs auch wegen des sexuellen Missbrauchs von wehrlosen Personen und wegen des Missbrauchs eines Autoritätsverhältnisses. Die Vorwürfe wurden im Mai publik, als der 63-Jährige auf Urlaub war und sich drei Mädchen an die Dorfleiterin wandten.

Die Übergriffe sollen sich zumindest über die vergangenen vier Jahre erstreckt haben, die sechs betroffenen Mädchen sind heute zwischen 13 und 19 Jahre alt. Das Dienstverhältnis mit der Kinderdorfmutter, die nach eigenen Angaben nichts von den angeblichen Machenschaften ihres Mannes bemerkt hat, wurde einvernehmlich aufgelöst. Die Kinderdorfmutter hat in ihrer Familie in den vergangenen zwölf Jahren insgesamt 15 Kinder betreut, zuletzt waren es fünf. Der vermutete sexuelle Missbrauch hat ausschließlich in dieser Familie stattgefunden.


Quelle / Foto: Vorarlberg Online