Gespeichert von reichmann am Sa, 16.12.2006 - 01:01:20








Sensationsprozeß in Klagenfurt: 26 Jugendliche aus der selben Klasse, verübten insgesamt 1.787 Straftaten. H&M, Billa und mehrere Parfümerien waren begehrte Ziele, dort klaute man CDs, DVDs, Kosemetikartikel Parfüms und Kleidung.


Innerhalb eines Jahres begingen die Schüler mehr als 1.700 Diebstähle mit einem Gesamtschaden von unvorstellbaren 40.000 Euro.

Das hat es in Klagenfurt noch nicht gegeben, meinten die Richter und mussten den größten Saal des Gerichtes für die Verhandlung nehmen. Nicht wegen des großen Interesses, sondern wegen der Anzahl an Beschuldigten. 26 Angeklagte, sowie Eltern, Pflichtverteidiger, zahlreiche Zeugen und schaulustige Schulkollegen aus dem Polytechnikum Villach tummelten sich im und vor dem Verhandlungssaal um beim wohl "größten" Prozess in Klagenfurt teilzunehmen.



Die Schüler besuchen alle die selbe Klasse und nutzten die Freistunden für Beutezüge in Villacher Geschäften. Der Wünsche waren groß, die Geldbörsen klein, deshalb entschied man sich, offensichtlich frei nach dem Gedanken "was dir gehört gehört auch mir", einfach das zu nehmen was man gerade begehrte. Der Wert der Beute betrug 40.000 Euro, woran man deutlich erkennen kann, wie groß heutzutage die Wünsche von Jugendlichen sind.



Wieder einmal werden mahnende Worte nach mehr Grenzen in der Erziehung laut, doch wer soll diese Grenzen setzen. Weder Eltern noch Lehrer haben die Mittel um Jugendliche in geordnete Bahnen zu lenken. Der Gesetzgeber schreibt vor: Psychische und physische Gewalt an Kindern ist streng verboten, es gibt somit keine Handhabe außer gutes Zureden. Doch was tun, wenn das nicht hilft?



Immer öfter hört man von immer gewaltigeren Straftaten. Was noch vor ein paar Jahren weit weg war ist heute auch bei uns anzutreffen. Vor Jahren war es der Karlsplatz in Wien, wo sich Kinder und Jugendliche prostituieren um zu Geld für ihre Bedürfnisse zu kommen, heute haben wir die selben Zustände auch am Heiligengeistplatz in Klagenfurt. Alle schauen hilflos zu, oder versuchen mit wenig geeigneten Mitteln diese Missstände abzustellen.