Gespeichert von reichmann am So, 19.09.2010 - 22:54:50

Am PulsAM PULS Nr. 21

FOLTER

- Brutales Machtmittel

Mittwoch, 22. September 2010,

um 18.00 Uhr

Albert Schweitzer Haus

Schwarzspanierstr. 13, 1090 Wien



Eintritt frei!

Getränke & Networking ab ca. 19:30 Uhr



Einladung zum Download:

http://www.fwf.ac.at/de/aktuelles_detail.asp?N_ID=411

Heinz Patzelt AIMag. HEINZ PATZELT

spricht über die perversen Mechanismen von Folter und warum Folter wirkt, obwohl sie für kriminalistische und polizeiliche Zwecke vollkommen untauglich ist. Folter liegt nicht in der menschlichen Natur, sondern wird erst durch Überhöhung als letztes Mittel zur Erreichung eines hehren Ziels legitimiert, postuliert Patzelt: um dem Kindesentführer das Handwerk zu legen, den Terroristen aufzuspüren, den Staat zu retten. Er argumentiert, dass Folter weiter existiert, weil sie wirkt. Folter zerstört den Einzelnen - und bewirkt zugleich die Einschüchterung und Demütigung ganzer Bevölkerungsgruppen (Mag. Patzelt ist Generalsekretär von Amnesty International Österreich).

 

Manfred NowakProf. Dr. MANFRED NOWAK

zeigt auf, dass Folter im 21. Jahrhundert viel weiter verbreitet ist als allgemein angenommen. Er erläutert aus rechtswissenschaftlicher Sicht, wie gegen Folter angekämpft und gegen die Straflosigkeit der Täter vorgegangen werden kann. Seine Ausführungen untermauert er mit Beispielen seiner unangekündigten Inspektionen und den Interviews mit Inhaftierten, die er als UN-Sonderberichterstatter offiziell durchführt. (Prof. Dr. Nowak ist an der Universität Wien in der Abteilung für Völkerrecht sowie am Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte tätig und ist UN-Sonderberichterstatter über Folter).

 

Um ANMELDUNG an Michaela Kölpl unter der Rufnummer 01 / 505 70 44 oder der E-Mail koelpl@prd.at wird gebeten.



Der Wissenschaftsfonds FWF veranstaltet die AM PULS-Serie in Kooperation mit uns, der Wiener Agentur für Wissenschafts-Kommunikation, PR&D - Public Relations für Forschung & Bildung (http://www.prd.at).



AM PULS stellt qualifizierte Informationen zu Problemen zur Verfügung, die BürgerInnen bewegen - und zu deren Lösung die Forschung aktuelle und zukünftige Beiträge leisten kann. Gleichzeitig dient AM PULS als Angebot an VertreterInnen der Forschung sich mit den Bedürfnissen einer aktiv interessierten Öffentlichkeit enger vertraut zu machen.