Gespeichert von LittleBuddha am Do, 03.07.2008 - 19:30:23

SOS-KinderdorfNoch bis Samstag tagen in Innsbruck die weltweiten Vertreter von SOS Kinderdorf International. Sogar SOS Kinderdorf Botschafterin Prinzessin Salimah Aga Khan ließ sich nicht lumpen, so wie über 300 weitere Vertreter, die im Small Talk die Weichen für effizientes Fundraising (= Geld aus der Tasche ziehen) stellen. Ins Zwielicht kam SOS Kinderdorf 2006, nachdem sich Enthüllungsjournalist Stephan Pfeifhofer, eingehend mit dem selbsternannten Kinderhilfswerk zu befassen begann.

Gefälschte Fotos, Kinder die sich ins Koma saufen, Eltern die von SOS Rechtsanwälten hören anstatt ihre Kinder sehen zu dürfen. Die Latte von Missständen im weltumspannenden SOS Kinderdorf haben sich die Verantwortlichen hoch gesteckt. Da versteht es sich von selbst, dass kritisch berichtende Medien keinen Zutritt erhalten, weshalb gerade einmal ORF Tirol in ihrem Kurznachrichtenblock berichten.

Patricia Göller bereitet unterdessen den Marsch der leiblichen Eltern vor. Die Vertreterin von über 50 Eltern weiß wo SOS Kinderdorf nach wie vor Feindlichkeiten aufweist, wenn es um eine konsequente Elter-Kind Entfremdungsarbeit geht.

Über 1.500 Kinder und Jugendliche leben derzeit in einem österreichischen SOS Kinderdorf. Nur selten dürfen Eltern Besuche entgegengenommen oder gar mit den Eltern zu Hause telefonisch Kontakt aufnehmen. Im SOS Kinderdorf Moosburg kam es beispielsweise zur Leibesvisitation, als zwei Buben eingewiesen wurden. Naturgemäß mussten Handy abgegeben und sogar die Kleidung von zu Hause mit dem Fundus aus der hauseigenen Kleiderkammer getauscht werden. Kinder werden vollkommen von der Außenwelt isoliert.

Das erinnert an Zustände wie in einem Gefangenenhaus "Ich bin erschüttert, wenn mir Eltern und Kinder erzählen, wie ihre Kinder von der SOS Kinderdorf Mutter und dem Dorfleiter behandelt werden. Da kommt es sogar bei Gericht zu falschen Zeugenaussagen der SOS Kinderdorf Mütter, wenn es darum geht, dass Kinder in die Herkunftsfamilie nicht zurückgeführt werden."

Diese Themen finden bei der 18. Generalversammlung vom 3. bis 5. Juli 2008 freilich auf der Tagesordnung keinen Niederschlag. Vielmehr zeigt man sich mit einem reichhaltigen Pressefrühstück der Öffentlichkeit und den Medien.