Submitted by LittleBuddha on Di, 12.02.2008 - 00:44:51

MissbrauchSexueller Missbrauch ist nicht zuletzt auch in Österreich ein Thema. Im Sommer 2007 erleben sieben Mädchen aus dem Kinderheim Spatzennest sexuellen Missbrauch durch Heimleiter Stefan S. (es gilt die Unschuldsvermutung). Bereits 2004 tauchen Fotos aus dem Heim auf, darauf ersichtlich Mädchen in eindeutiger Pose, zum Teil nackt auf dem Schoss von Heimleiter Stefan S. In den Wormser Prozessen wollte der gelernte Krankenpfleger unschuldige Eltern zu Tätern machen. Am 8. Februar 2008 klickten für den nunmehrigen Pädagogen die Handschellen. Die Jugendhilfe JES und das Kinderheim Spatzennest sind zwischenzeitlich von den Behörden geschlossen worden.

Beitrag in Panorama über Spatzennest Heimleiter Stefan S.:






Sie sind geächtet, geprägt und von der Gesellschaft ausgeschlossen. Wer einmal zum Kinderschänder abgestempelt wird, muss sogar im Gefängnis um sein Leben Angst haben. Zwei Väter und eine Mutter berichten in der NDR Reportage zu den Wormser Prozessen über ihr Leben davor, während und nach dem Freispruch. Fast drei Jahre hat ein Gastwirt in U-Haft verbracht, nachdem ihn die Justiz zum Chef eines Kinderporno Rings kreieren wollte.

Im Mittelpunkt der Fehlentwicklung stehen erneut Kinderschutzverbände, selbsternannte Kind-Opfer Fürsprecher, junge unerfahrene Staatsanwälte und nicht zuletzt Gutachter, die jeder wissenschaftlichen Konformität entfremden.

Rund 15 Kinder wurden vom Jugendamt Worms abgenommen und nach den Freisprüchen mussten immerhin 6 Kinder weiterhin im Kinderheim Spatzennest verbringen, bis zu dessen Schließung. Jetzt leben die 6 Kinder in anderen Heimen und ihre Eltern erfahren nicht einmal deren Aufenthaltsort.

Für das Jugendamt sind die Kinder nicht mehr in der Lage bei ihren Eltern zu leben. Sie selbst glauben noch heute daran sexuell missbraucht worden zu sein. Angeleitet von Stefan S., der sogar vor Doktorspielen nicht zurückschreckt, und einer eifrigen Mitarbeiterin des Kinder-Schutz-Dienst Wildwasser.

Derartige Anschuldigungen können jeden Vater treffen, das weiß auch Roland Reichmann, seit kurzem rechtskräftig wegen sexuellen Missbrauch an seiner Stieftochter am Landesgericht Klagenfurt verurteilt. Nun will er gemeinsam mit dem Enthüllungsjournalisten MMag. Stephan M. Pfeifhofer aufzeigen, dass er Opfer eines Fehlurteiles wurde.

Im Mittelpunkt der österreichischen Gutachter Kritik Prof. Max Friedrich, der unter anderem im Kannibalen Mord von Wien ein desaströses Fehlurteil gesprochen hat.

Und für Stephan Pfeifhofer liegen die Beweise klar am Tisch: "Anfangs habe ich natürlich auch bei Roland Reichmann gezweifelt, minutiös seinen Akt studiert, viele persönliche Briefe der Stieftochter gelesen und letztlich ein persönliches Urteil gesprochen" - und Pfeifhofer legt nach "Das Landesgericht Klagenfurt hat zweifelsohne ein Fehlurteil gesprochen. Meines Erachtens werden sich die Wormser Prozesse fachlich in Klagenfurt wiederholen".

Unterstützung bekommt Pfeifhofer vom renommierten Kinderpsychologen Dr. Rolph Wegensheit, der sämtliche Testverfahren an Reichmanns Stieftochter studieren konnte: "Die Vorgehensweise an der Kinderpsychiatrie Klagenfurt entzieht sich allen fachlichen Normen. So zum Beispiel hat man mit dem Mädchen einen Persönlichkeitstest gemacht, der erst ab 16 Jahren freigegeben wäre. Tatsächlich sah sich das Mädchen wohl von Verwandtenintriegen getrieben. Weshalb man 7 Wochen für die Abklärung an der Kinderpsychiatrie unter Zwangsausübung festhalten wollte, entzieht sich leider meinem Verständnis".

Das Spiegel TV - Magazin hat im Fall der Wormser Prozesse nicht zuletzt die Rolle des Heimleiters Stefan S. unter die Lupe genommen:

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