Submitted by reichmann on Do, 20.03.2014 - 10:29:11

Raubserie geklärt. Jüngster Täter ist erst 15 Jahre alt. Die Polizei sucht nach einem vermutlich 17-jährigen Jugendlichen, von dem bislang nur sein Spitzname „Manzur“ bekannt ist.

Opfer wurden mit Pistole und Messer bedroht. Wer sich verteidigte wurde niedergeschlagen. Beide hochgradig aggressiven  Jugendbanden trieben ihr Unwesen im Großraum Wien. Mittwoch meldete das Landeskriminalamt  – nach Wochen langen Ermittlungen – die Festnahme von 24 jugendlichen Straftätern. Sie sind zwischen 15 und 18 Jahren alt. Gesamt können den Kriminellen  bis dato 39  räuberische Straftaten nachgewiesen werden. Dabei wurden die Opfer mit Messern und sogar Pistolen bedroht. Die skrupellosen Jugendlichen schlugen auch mit Fäusten auf die Köpfe der Beraubten ein. Dabei wurde einem Passanten die Nase gebrochen.

„Wir gehen aber von weiteren Verbrechen aus. Die Verdächtigen werden aktuell  dazu einvernommen“, erklärte Polizeisprecher Thomas Keiblinger.

Bandenchef  flüchtig

Bei der größeren Bande (17 mutmaßliche Mitglieder)  fahndet die Exekutive allerdings noch nach dem Haupttäter und Bandenchef (siehe Foto).  Der aus Afghanistan  stammende 17-Jährige ist für seine Brutalität und sein kriminelles Potential bekannt.  Zur Zeit ist nur sein Spitzname „Manzur“ bekannt. Der Jugendliche war nach dem derzeitigen Erkenntnisstand der Kriminalisten an mindestens vier (bewaffneten) Raubüberfällen beteiligt.

Der flüchtige Afghane und seine Komplizen  werden  auch zu drei Raubüberfällen – mit zum Teil schwer verletzten Opfern – überprüft. Wie berichtet wurden seit Jahresbeginn drei Passanten bei Smartphone-Rauben  jeweils in den Bauch gestochen.  Alle drei Opfer überlebten, nach Operationen, die Messer-Attacken.

Die kleinere Bande mit sieben Mitgliedern, agierte hauptsächlich am und um den Westbahnhof sowie im Einkaufstempel Lugner City.  Die Beschuldigten stehen im Verdacht, ihre Opfer mit einer Faustfeuerwaffe  eingeschüchtert zu haben. Sie forderten von ihren Opfern Bargeld und  Mobiltelefone. Die Verdächtigen zeigten sich zu 30 Straftaten geständig. Alle Smartphones wurden verkauft. Mit dem Erlös finanzierten sich die Jugendlichen Markenbekleidung.

Sachdienliche Hinweise, sie werden auch vertraulich behandelt, bitte an das LKA Wien  01/31310 - 92220 oder 62800.

APA | INHR