Gespeichert von LittleBuddha am Sa., 04.08.2007 - 12:38:41

Gaschler-AndreaschEinen weiteren Erfolg in seinem schier unendlichen Kampf mit Kärntner Behörden kann der Lavanttaler Roland Reichmann in seiner Causa als mutmaßlicher Kinderschänder verbuchen. Ein Rechtsexperte hat nun die illegalen Verfügungen in Zusammenhang mit Reichmanns Stieftochter und deren Zwangsunterbringung in der Kinderpsychiatrie des LKH Klagenfurt geprüft und für rechtswidrig erachtet. In einem Telefoninterview konfrontiert der Enthüllungsjournalist Stephan Pfeifhofer die Verantwortliche SPÖ Mandatarin und Leiterin der Kärnten Jugendwohlfahrt, Christine Gaschler-Andreasch.

Pfeifhofer: Zu Beginn haben Sie von einem Strafverfahren gesprochen. Meinen Sie nun das Strafverfahren gegen Sie oder mich?

Gaschler: Ich meinte kein Strafverfahren sondern staatsanwaltschaftliche Voruntersuchungen.

Pfeifhofer: Wurden Sie von der Staatsanwaltschaft Klagenfurt bereits befragt?

Gaschler: Es ist mir weder bekannt, dass gegen mich Ermittlungen laufen, noch wurde ich bis dato von irgendjemanden befragt (Anm.d.R.: Frau Gaschler und ihr Mitarbeiter Erich Dreves-Pobaschnig wurden vom LKA Kärnten bereits befragt!).

Pfeifhofer: Sie wissen also nicht, dass die Staatsanwaltschaft Klagenfurt von Vorgängen Ihrer Abteilung in Kenntnis gesetzt wurde und Verdachtsmomente gegen Mitarbeiter Ihrer Abteilung und gegen Sie selbst bestehen dürften?

Gaschler: Nein.

Pfeifhofer: In Teneriffa toben heftige Waldbrände und Sie haben dort die Jugendliche Lena* untergebracht. Wird das Mädchen aufgrund der prekären Situation zurückgeholt?

Gaschler: Aus Datenschutzgründen sage ich nichts über den Akt. Sie dürfen aber davon ausgehen, dass ich mich bereits vor Ihrem Anruf über das Wohlergehen unserer Jugendlichen dort erkundigt habe.

Pfeifhofer: Was sagen Sie in diesem Zusammenhang zur Berichterstattung des Int. Network of Human Rights?

Gaschler: Zu INHR werde ich nichts sagen.

Pfeifhofer: Ihre Abteilung steht aber unter Kritik, dass Kinder in der Obhut des Jugendamtes sich auf der Straße herumtreiben, der Prostitution nachgehen und kriminell werden.

Gaschler: Herr Pfeifhofer, dazu werde ich nichts sagen.

Pfeifhofer: Warum haben Sie bis dato keine Notwendigkeit befunden, dem Besitzer jener Yacht, die Lena* und ihre Freunde am Wörtersee versenkt haben, eine Schadenswiedergutmachung anzubieten. Der Yachtbesitzer hat vom Gesamtschaden in Höhe von Euro 100.000,00 nur den Zeitwert durch seine Versicherung erstattet bekommen.

Gaschler: Herr Pfeifhofer, der Yachtbesitzer wird doch wissen an wen er sich zu wenden hat. (Anm.d.R.: Frau Gaschler kennt den Yachtbesitzer nicht einmal!)

Pfeifhofer: Frau Gaschler, dh. Sie meinen der Yachtbesitzer hat sich um diesen Schaden selbst zu kümmern, obwohl er von Schützlingen Ihrer Abteilung verursacht wurde?

Gaschler: Herr Pfeifhofer, dazu werde ich nichts sagen!

Pfeifhofer: Im Gespräch mit der Wiener Zeitung (Anm.d.R.: Februar 2006) sagen Sie in Zusammenhang mit dem Fall Rene (13) aus Klagenfurt: "Es muss doch möglich sein, durch einen pflegschaftsrichterlichen Beschluss eine Anhaltung durch die Jugendwohlfahrt zu ermöglichen. Die momentane rechtliche Lage lasse dies aber nicht zu. Kinder unter 14 Jahren darf man laut Gesetz weder festnehmen und vor den Richter stellen, noch inhaftieren oder in Heimen mit verschlossenen Türen unterbringen." In Zusammenhang mit der damals 11 jährigen Stieftochter des Roland Reichmann von INHR hat doch Ihre Abteilung unter Mag. Fejan der BH Wolfsberg die 5 wöchige Anhaltung in der Kinderpsychiatrie wegen des Verdachtes von Sexuellen Missbrauch durch Herrn Reichmann durchgesetzt. Sogar das Unterbringungsgesetz schreibt vor man müsse binnen 4 Tagen einen örtlich zuständigen Richter bestellen und nur dieser kann entscheiden. In diesem Fall wurde die Anordnung nach §215 ABGB aber nicht einmal binnen 8 Tagen beim Pflegschaftsgericht vorgelegt. Ein Rechtsexperte gibt den illegalen Verfügungen Ihrer Abteilung nun eine Abfuhr und Reichmann somit Recht. Was sagen Sie dazu Frau Gaschler?

Gaschler: Herr Pfeifhofer, es gibt eine Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes vom 20. Juni 2007 die auf diese Verfügungen anwendbar ist und somit sind diese Verfügungen Rechtens.

Pfeifhofer: Nun sagen Sie aber im Februar 2006 es ist nicht möglich das man Kinder einsperrt und die Zwangsanhaltung der 11 jährigen Stieftochter von Roland Reichmann liegt ja bekanntermaßen nun bereits Jahre zurück. Wie konnten Sie daher zum damaligen Zeitpunkt ihre Rechtssicherheit begründen?

Gaschler: Bitte lesen Sie die Entscheidung vom 20. Juni 2007 des Verwaltungsgerichtshofes

Pfeifhofer: Vielen Dank für das Gespräch Frau Gaschler, ich werde diese Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes gerne studieren.

Gaschler: Einen schönen Tag noch Herr Pfeifhofer, auf Wiederhören!

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