Gespeichert von LittleBuddha am Mi., 06.08.2008 - 13:32:58
  Zu zwölf Monaten Gefängnis wurde ein Mann aus dem Jauntal am
Landesgericht Klagenfurt verurteilt. Er soll mit einer 13-Jährigen
sexuelle Handlungen vollzogen haben, obwohl er gewusst haben soll, wie
jung sie ist.

Angeklagter gestand sexuelle Handlungen ein

Der 23 Jahre alte Arbeitslose hatte die Schülerin im September 2006 in einem Lokal in Völkermarkt kennengelernt. Bereits beim ersten Treffen soll es zu sexuellen Handlungen gekommen sein, was der Angeklagte auch eingestand. Allerdings habe er damals noch nicht gewusst, wie jung das Mädchen war.

Laut Anklage soll es in der darauffolgenden Woche erneut zu einer Annäherung gekommen sein und diesesmal habe der Angeklagte bereits gewusst, dass das Mädchen erst 13 Jahre alt war. Vor Gericht rechtfertigte sich der Angeklagte, dass das Mädchen ausgesehen habe wie eine 16-Jährige.

Aussage des Opfers per Video eingespielt

Die Schülerin hatte erst ein Jahr nach dem Vorfall Anzeige erstattet - nachdem sie von zu Hause ausgerissen und von der Polizei aufgegriffen worden war. Vor Gericht wollte die mittlerweile 15-Jährige nicht mehr aussagen. Ihre Einvernahme war bereits im Vorjahr auf Video aufgezeichnet worden.

Auch "gegenseitiges Befummeln" ist strafbar



In der Verhandlung versuchte der Schöffensenat, Licht ins Dunkel zu bringen - vor allem was das zweite Treffen des Angeklagten mit dem Mädchen anbelangt. Laut Aussage des Mädchens sei es damals in einem Park zum Sex gekommen. Das bestritt der Angeklagte allerdings, er sagte, sie hätten sich lediglich "gegenseitig befummelt".

Für den Schöffensenat war diese Aussage ausreichend und rechtlich gleich viel wert wie ein Geständnis. Der Tatbestand des sexuellen Missbrauchs von Unmündigen ist auch durch intime Berührungen erfüllt.

Der bereits dreifach vorbestrafte Familienvater muss jetzt für zwei Monate ins Gefängnis, zehn weitere Monate wurden auf Bewährung ausgesetzt. Der Angeklagte nahm das Urteil an, es ist aber noch nicht rechtskräftig.

Quelle: ORF

Gespeichert von reichmann am Do., 08.09.2016 - 02:26:20

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Richter werden freigesprochen, wenn sie nicht wissen wie alt das Opfer ist. Nach einer kurzen (Urlaubs/Vergessens)-Pause ist man dann wieder als Richter in WIen tätig.

br> Na ja, irgendwer muss doch die schlimmen Sextäter verurteilen.