Gespeichert von LittleBuddha am Fr., 13.06.2008 - 13:10:08

Max FriedrichIn der Psychiatrie-Untersuchungs-kommission hat der Jugendpsychiater Max Friedrich heftige Kritik an der Stadtregierung geübt. Friedrich spricht von einer Mangelsituation und davon, dass man meilenweit von Spitzenmedizin entfernt sei.

Wiener Ärztekammer weist Kritik zurück

Es gebe einen Personalmangel an seiner Klinik, beklagt Max Friedrich, der seit Jahren Vorstand der Kinderpsychiatrie am Wiener AKH ist. Eine Studie aus dem Jahr 1991 habe einen Mangel von 32 Personen ergeben. Heute habe er lediglich einen Arzt mehr, sagt Friedrich.

Insgesamt gibt es in der Wiener Psychiatrie deutlich zu wenig Ärzte, so Friedrich weiter. Neben der Politik trage auch die Ärztekammer schuld. Hier spart Friedrich nicht mit Kritik an Ärztekammerpräsident Walter Dorner, dieser würde auf einem starren Ausbildungssystem beharren.

Die Wiener Ärztekammer sieht sich aber nicht als richtiger Adressat für die Kritik. Auch die Ärztekammer könne sich nicht über bestehende Gesetze hinwegsetzen, hieß es in einer Aussendung. Zudem könne die Ärztekammer nichts am Ausbildungssystem ändern.

Laut Friedrich keine zeitgemäße Versorgung

Von einer "State of the Art"-Versorgung, wie etwa in Deutschland oder der Schweiz, sei die Wiener Psychiatrie weit entfernt, so Friedrich.

In den Jahren 2006 und 2007 hätten 180 Minderjährige in der Erwachsenenpsychiatrie aufgenommen werden müssen, sagte Friedrich. "Für die Kinder kann das immer ein Schock sein".

Psychiatrie: Laska sagt als Zeugin aus

Auch Wiens Vizebürgermeisterin und Sozialstadträtin Grete Laska (SPÖ) muss in der Psychiatrie-Untersuchungskommission des Wiener Gemeinderats aussagen. Das wurde am Donnerstag einstimmig beschlossen.

Grund: Aussage Max Friedrichs

Ein entsprechender Antrag zur Ladung der Sozialstadträtin Grete Laska (SPÖ) als Zeugin war von den Grünen gekommen.

In ihrer Begründung beriefen sich die Grünen auf die Zeugenaussage des Kinderpsychiaters Max Friedrich. Dieser hatte bei seiner Befragung vergangene Woche die Stadtpolitik für Versorgungsmängel in seinem Fach verantwortlich gemacht. Für den Bereich der Jugendwohlfahrt hatte er auf Laska verwiesen.

Termin im Spätherbst erwartet

Bis zur Befragung der Vizebürgermeisterin wird es noch dauern. Es sei mit einem Termin erst im Spätherbst zu rechnen, hieß es in der Mehrheitsfraktion SPÖ.

Quelle: ORF

Gespeichert von reichmann am Do., 08.09.2016 - 02:26:11

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Man kann in diesem Falle ja nur von Glück sprechen, dass wir von einer \"Vollversorgung\" noch weit entfernt sind.

Man braucht sich nur einmal die Qualifikation dieser Leute genauer anschauen, die Produkte ihrer Arbeit. Da kann man nur noch hoffen, dass es von denen nicht bald noch mehr gibt.



Gegen Prof. Friedrich und eine Kollegin laufen übrigens aktuell Strafanzeigen, wegen unglaublicher Pfuscherei bei den Arbeiten.

Gespeichert von reichmann am Do., 08.09.2016 - 02:26:11

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Seine Tätigkeit als Sachverständiger endet ohnehin mit Jahresende. Eine neue Periode dauert wieder 10 Jahre, ds wird er wohl nicht mehr angehen.

Zudem laufen gerade vier Strafanzeigen und auch die Anwälte in den Skandal-Fällen aus Kärnten haben bereits angekündigt, dass sie sofort nach Abschluss der Verfahren, ebenfalls Strafanzeige erstatten werden.



Somit dürfte diese Geschichte jedenfalls bald ein Ende finden.