Gespeichert von LittleBuddha am Di, 21.08.2007 - 17:39:45

Seit Einführung der strengen Richtlinien „zur

Mitnahme  von Flüssigkeiten im Handgepäck“,

ist man am Innsbrucker Flughafen mit

„tonnenweise beschlagnahmter Ware“ konfrontiert. Nun sollen sogar Alkoholika in Tiroler Kinderdörfern zur Budget-Entlastung aufgetischt werden. Auf harsche Kritik stößt jüngst die „Safterl-Aktion“ der Betreiber vom Innsbrucker Flughafen unter den Usern zahlreicher Foren und sorgt somit für dicke Luft. Beispielsweise schreibt „zerowaste“ »Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die Kinderdörfer darüber freuen, zumal sie ja containerweise gute Kleidung, Spielzeug etc. wegwerfen (selbst oftmals gesehen). Sie nehmen Sachspenden nur pro forma an, damit sie weiterhin Geldspenden kriegen«

Pro Woche fallen rund 200 Kilogramm „Heiße Ware“ an, wenn das Handgepäck der Passagiere durchsucht wird. Die abgenommenen Getränke werden nun dem SOS Kinderdorf übergeben und dort freuen sich die Kids über die erfrischenden Drinks vom Flughafen.

Wenig Begeisterung zeigt Patricia Göller von http://www.sorgentreff.at/ für diesen Vorstoß »Die Flüssigkeiten werden wegen ihrer möglichen Gefahr, die von ihnen ausgeht, abgenommen. Ich finde es unverantwortlich Kindern diese Getränke einfach zu überlassen und ein mögliches Komatrinken ist in österreichischen Kinderdörfern somit vorprogrammiert«

Mit beschwichtigenden Worten will man sich hingegen bei den Sicherheitsbehörden retten. Natürlich handelt es sich bei den Getränken nicht nur um alkoholische Kostbarkeiten, obwohl diese den Hauptanteil einnehmen.

Im Caritasheim „Am Himmel“ in Wien würde man sich bestimmt nicht minder freuen und zeigen sich Forenuser über die einseitige Bevorzugung von SOS Kinderdorf Österreich sichtlich verärgert.

Immer wieder gerät die Hermann Gmeiner Organisation ins Zwielicht der Öffentlichkeit. Der Geschäftsführer Wilfried Vyslozil konnte für eine diesbezügliche Stellungnahme nicht erreicht werden und Pressesprecher Viktor Trager, noch im Jänner gegenüber dem Nachrichtenmagazin News im Fall kritischer Berichterstattung über SOS Kinderdorf äußerst redlich, zu keiner Aufklärung bereit.

»In österreichischen SOS Kinderdörfern leben vorwiegend Kinder aus Problemfamilien. Dennoch wollen die leiblichen Eltern für ihre Kinder da sein. Sie stoßen nicht selten auf die Verachtung durch Kinderdorfmütter, dorfeigene Psychologen und immer wieder auf besonders argwöhnische Anordnungen« ist Patricia Göller von http://www.sorgentreff.at/ um eine Berichtigung des Anschauungsbildes von SOS Kinderdorf Österreich bemüht.

 »In einem Fall durften die Kinder weder von Verwandten noch Vertretern der Kindesmutter besucht werden. Sogar Foto- und Videoaufnahmen waren von der Dorfleitung untersagt und die Jugendämter unterstützen dieses Verhalten. Auf der Homepage präsentieren sich die Kinderdörfer naturgemäß als Segen« kritisiert die Vertreterin leiblicher Eltern das prekäre Vorgehen der Kinderhilfsorganisation.

Quelle: Nachrichtenmagazin Xlarge