Gespeichert von LittleBuddha am Fr, 05.10.2007 - 11:30:44

KinderpsychiatrieWieder einmal stehen Experten im Kreuzfeuer der Kritik. Während schon lange bekannt ist, dass Kinder an der Neupsych in Klagenfurt immer wieder sexuellen Übergriffen ausgesetzt sind, wird nun ein besonders schwerer Fall von Inkompetenz bekannt. Demnach soll ein 17 Jahre altes psychisch krankes Mädchen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Uni Klinik Innsbruck versucht haben, einen siebenjährigen Mitpatienten mit einem Sack zu töten. Vor einer Woche soll das Mädchen dem Hund der Nachbarin bereits einen Sack übergestülpt haben um anschließend seinen Kopf zu zertrümmern. Das Tier musste daraufhin eingeschläfert werden!

Psychisch krankes Mädchen wollte Bub mit Sack töten

Ein 17-jähriges Mädchen hat an der Klinik Innsbruck versucht, einen siebenjährigen Mitpatienten zu ersticken. In der Kinder- und Jugendpsychiatrie herrscht große Aufregung.

Ein Mordversuch in der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie ließ vergangenen Dienstag bei den Verantwortlichen der Universitätsklinik Innsbruck und bei den Experten der Polizei sämtliche Alarmglocken schrillen. Eine junge Frau hatte versucht, einen siebenjährigen Buben zu töten.

Wie sich die Tat genau abgespielt hat, ist noch Gegenstand von Ermittlungen. Recherchen der Tiroler Tageszeitung zufolge hat sich die 17-jährige Verdächtige am Dienstagabend gegen 20 Uhr in das Zimmer ihres kleinen Mitpatienten geschlichen.

Sie stülpte dem schlafenden Buben einen Plastiksack über den Kopf und verklebte diesen mit Klebeband. Ein teuflischer Plan: Das Opfer drohte qualvoll zu ersticken!

Opfer blieb unverletzt

Was dann geschah, darüber liegen zum jetzigen Zeitpunkt keine genauen Angaben vor. Möglich ist, dass der Bub durch das Gezerre an seinem Kopf munter wurde und sich den Plastiksack vom Kopf riss.

Aber es ist auch denkbar, dass die Täterin selbst die Tragweite ihrer Handlung erkannte und ihr Opfer befreite.

Jedenfalls blieb der Siebenjährige bei der Attacke unverletzt. Es gelang dem herbei- geeilten Klinikpersonal auch, die junge Frau zu beruhigen. Sie befindet sich derzeit über richterlichen Auftrag in Untersuchungshaft.

Gestern Donnerstag fand die erste Einvernahme durch Experten des Landeskriminalamts für Tirol (LKA) statt.

Hund halb totgeschlagen

Die Täterin ist psychisch angeschlagen. Warum sie stationär auf der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Klinik aufgenommen wurde, stand gestern Abend noch nicht zweifelsfrei fest.

Möglich, dass die Aufnahme mit einer anderen strafbaren Handlung in Zusammenhang steht: Vor etwa zehn Tagen soll die 17-jährige den Hund einer Nachbarin schwer misshandelt haben - und dabei ähnlich vorgegangen sein wie in der Klinik.

Ersten Informationen zufolge soll sie dem Tier nämlich einen Sack über den Kopf gezogen und dann zugeschlagen oder -getreten haben. Dabei zertrümmerte sie die Kieferknochen des Hundes mehrfach, weshalb das Tier eingeschläfert werden musste.

Am späten Abend bestätigte LKA-Chef Walter Pupp der TT gegenüber beide Sachverhalte, zum Ergebnis der Einvernahme schwieg er aber: "Die Vernehmung ist noch nicht abgeschlossen."

Tiroler Tageszeitung