Gespeichert von LittleBuddha am Di., 14.08.2007 - 17:26:52

  Seit einigen Monaten betreibt die selbsternannte

Kinderhilfsorganisation SOS Kinderdorf Österreich

einen Weblog zum Thema "Beruf SOS Kinderdorf

Mutter" und schafft sich damit nicht nur Freunde, wie die gestrige Versammlung der Organisation Sorgentreff zum Schutze von Leiblichen Eltern und deren Kinder in Innsbruck gezeigt hat. INHR Online ist für die betroffenen Eltern auf Spurensuche gegangen und SOS Kinderdorf konnte trotz Anfrage nicht erklären wie die Verwertungsrechte der Kinderfotos gehandhabt werden. Mit Verweis auf die zuständigen Jugendwohlfahrtsbehörden spielt die Organisation SOS Kinderdorf wieder einmal den Ball von sich.

Der gestrige Montag, 13. August 2007 war für viele nicht nur der Auftakt einer neuen Woche mit regnerischen Sommeraussichten. Im Gasthof Stieglbräu lud Sorgentreff Initiatorin Patricia Göller zum Gespräch mit betroffenen leiblichen Eltern fremd untergebrachter Kinder.

Die Stimmung ist erregt, die heiße Luft sorgt kaum für Abkühlung und sogar Väter haben sich unter die vorwiegend von Frauen dominierende Runde gesellt. Sie alle haben etwas gemeinsam, den Wunsch für ihre Kinder dasein zu können. Doch der Staat, das Jugendamt und nicht zuletzt Organisationen wie SOS Kinderdorf verfolgen andere Absichten.

Eine Mutter kann es gar nicht erwarten und bedrängt die Frauenpower von Sorgentreff immer wieder. Die Kellnerin notiert hastig ihre Bestellungen und manch einer eilt eifrig davon, um noch ein wichtiges Geschäft zu erledigen. Vom einfachen Arbeiter bis hin zur leitenden Angestellten sieht man Menschen in die Augen, die mehr wollen als nur eine Stimme. Man möchte glauben hier tagt in Kürze der Stadtrat von Innsbruck. Tatsächlich aber haben sich leibliche Eltern formiert, deren Kinder vom Staat gepflegt und erzogen werden ohne dafür auf Freiwilligkeit und Zustimmung zu achten. 

Jährlich investiert die Republik Österreich rund 200 Millionen Euro pro Tag für die Fremdunterbringung von Kindern und Jugendlichen, die nach Angaben diverser Betreuungseinrichtungen aus unterschiedlichen Gründen nicht bei ihren Eltern aufwachsen können.

Cordola kennt das Problem und schlägt nicht ungern auf den Tisch, wenn ihr Unrecht wiederfährt. Geschlagen hat sie ihre Kinder nie sagt sie und dennoch sieht das Jugendamt Handlungsbedarf. Jetzt verbringen ihre Mädchen die Sommertage in Norditalien am Caldonazzosee. Während sie keine Besuchskontakte durch das Amt zugesprochen bekommt, possieren ihre Babys auf der Homepage von SOS Kinderdorf.

Dazu erklärt Christian Mungenast als Online Redakteur von SOS Kinderdorf auf Anfrage:"Die Kinder haben uns das Einverständnis gegeben. Ansonsten kann ich dazu nichts sagen und verweise an meinen Kollegen Modlik."

Herrn Modlik kennen wir bereits als Unwissenheit in einer weltumspannenden Organisation. Zuständig für Mittelbeschaffung und als Mitglied der Redaktion war Herr Modlik bis heute nicht in der Lage unsere Fragen zu beantworten.

Gesprächiger zeigt sich da schon eine Mutter aus Kärnten:"Meine beiden Töchter wurden ohne mein Einverständnis im ORF mehrfach vorgeführt. Ich besitze das Sorgerecht und kämpfe nach wie vor bei Gericht. Doch meinen Töchtern wird eingetrichtet sie sollen im SOS Kinderdorf bleiben. Meine Älteste leidet deshalb sogar an Magersucht und ißt kaum etwas!"

Als einzige Jugendwohlfahrtsbehörde wollten die Verantwortlichen in Salzburg zu dieser heiklen Thematik Stellung beziehen und man spricht dort die Gesetzeslage offen aus: "Generell kann ich anführen, dass für eine Veröffentlichung in einer Zeitung oder im Fernsehen  der Obsorgeberechtigte zustimmen muss; sollten wir als Obsorgeberechtigter nicht eingebunden werden, leiten wir ein Verfahren gegen die Medien ein.", sagt Hannes Herbst von der Bezirkshauptmannschaft Salzburg und Umgebung.

Patricia Göller von Sorgentreff prüft nun mit einer Innsbrucker Rechtsanwaltskanzlei rechtliche Schritte gegen die Organisation SOS Kinderdorf Österreich: "Wir haben heute mit den Eltern die weitere Vorgehensweise besprochen und werden einen Katalog umfassenden Musterprozess einleiten", sagt Göller gegenüber INHR Online und verweist in Punkto Finanzierung auf zahlreiche Spenden von Betroffenen und Gönnern.

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